5. Spieltag: SC Wiedenbrück – Alemannia Aachen 0:0

Samstag, 20.08.2016 14:00 Uhr – Jahnstadion
Zuschauer: 1.225; Gäste: ca. 200

An diesem Samstag reisten wir bereits zum vierten Mal nach dem Abstieg in die Regionalliga West zum Dorfverein aus Wiedenbrück. Mit über 200km Entfernung stellt es eines der weitesten Auswärtsfahrten in unserem Spielplan dar und gehört dadurch trotz des lahmen Gegners zu den reizvollen Touren in dieser Liga. Die rund drei Stunden bis zum Stadion verliefen ereignislos, sodass wir nach einer entspannten und geselligen Fahrt rund 1,5 Stunden vor Spielbeginn den Gästeblock erreichten.

Auch dieses Jahr hat sich die Aachener Ultraszene dazu entschieden, die Mannschaft vom überdachten Sitzblock aus zu supporten, um so optisch und akustisch alles aus dieser Partie herauszuholen, auch wenn dies ein paar Euro teurer ist.

Am “Stadion” wurden wir von den uns bereits bekannten Ordnern empfangen, die aber überraschenderweise diesmal wesentlich entspannter waren, sodass es keinerlei Probleme beim Überhängen der Werbebanden und Fotografieren aus dem Innenraum gab. Erfreulich!

Bei den letzten Partien in Wiedenbrück konnte der Aachener Anhang stets überzeugen, an diese Leistung galt es anzuknüpfen. Quantitativ gelang dies auf den ersten Blick zwar, es hatten sich aber nur wenige Aachener mehr ins Stadion getraut, als beim letzten Spiel in Wiedenbrück, welches wohlgemerkt an einem Mittwochabend stattfand. Euphemistisch betrachtet könnte man dies als ein Indiz dafür sehen, dass die Aachener Szene eine konstante Zahl an Auswärtsfahrern hat, aber leider wird man bei Spielen wie zum Beispiel in Essen stets eines besseren belehrt.

Die rund 150 Gesangfreudigen auf der Sitztribüne legten einen soliden Auftritt hin. Dabei wusste mal wieder der Fahneneinsatz absolut zu überzeugen, auch die Mitmachquote ging in Ordnung. Unterstützt durch das Dach konnte auch größtenteils eine gute Lautstärke erreicht werden, jedoch könnte der ein oder andere seine Lungenkapazität noch mehr ausnutzen, anstatt die Mannschaft nur nach vorne zu murmeln.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde noch einmal ein altes Lied ausgepackt, welches schon seit Jahren nicht mehr in der Kurve erschallte. Vielleicht wird sich dies wieder im Aachener Liedgut etablieren. Die Liedauswahl in dieser Partie war auch wieder in Ordnung, man hätte sich phasenweise noch mehr in die Lieder hineinsteigern können und ein paar mehr melodische Lieder hätten auch nicht geschadet.
Alles in allem aber ein guter Auftritt, der zwar die Partie der letzten Saison nicht übertreffen konnte, aber bei dem Spielverlauf war auch nicht sehr viel Platz für euphorisches Ausrasten.

Beide Mannschaften leisteten sich eine recht ausgeglichene Partie. Nach zwei Chancen zu Beginn für beide Mannschaften flachte das Spiel zunächst ab, die zahlreichen Freistöße die unsere Jungs zugesprochen bekamen, konnten leider in nichts zählbares verwandelt werden. In der zweiten Hälfte hatte die Alemannia mehrmals die Chance auf die Führung, aber auch das Team aus Wiedenbrück brachte Gefahr in unseren Strafraum. Die Schlussphase spielte sich wieder vorrangig im Mittelfeld ab. Positiv kann man wohl die Abwehr- und Torwartleistung festhalten. Negativ zu vermerken bleibt leider nach wie vor die miserable Chancenverwertung, mal wieder wurden mehrere hundertprozentige Torchancen, wie in der 60. Minute, in der die beiden Stürmer Gödde und Fejzullahu den Ball vor dem leeren Tor nicht erwischten, nicht genutzt.

Es ist erkennbar, dass die Mannschaft in der Lage ist, hochkarätige Torchancen herauszuspielen, lediglich der Knoten bei den Stürmern muss platzen.

Schon am Freitag steht bei Flutlicht, mit dem Aufsteiger aus Bonn, wieder einmal ein Gegner mit Fanszene auf dem Programm. Ein Heimsieg wäre mehr als wichtig, weshalb die Mannschaft nach wie vor bedingungslose Unterstützung benötigt!

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