4. Spieltag: Alemannia Aachen – TSG Sprockhövel 0:0

Samstag, 13.08.2016 14:00 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 5.300; Gäste: ca. 40

Nach dem Fanszenen-Hattrick aus Siegen, Wattenscheid und Oberhausen hatte sich am vierten Spieltag kein geringerer angesagt als die große TSG Sprockhövel. Wer oder was ist ein Sprockhövel?! Vor einem Jahr hätten 99% der Alemannen wohl geantwortet, „wahrscheinlich ‘ne Gemüsesorte“. Heute wissen wir es besser und können die Antwort unter unnützes Wissen verbuchen. Wir könnten uns an dieser Stelle jetzt über diese Drecksliga aufregen, die uns solche Gegner beschert oder darüber, dass die Gemüsesorte trotz unserer 100.000 Torchancen auch noch einen Punkt aus dem Tivoli entführt hat oder über die Stimmung, die ziemlich sprockhövelmäßig war. Aufregen könnte man sich auch über den Ohren penetrierenden Formel 1-Sound aus den Lautsprechern im Stadion, der eine Werbung einläutet die noch nicht mal was mit Autos zu tun hat. Aber aus gesundheitlichen Gründen lassen wir das einfach mal und erfreuen uns an den schönen Dingen des Lebens. Wie etwa am Wetter an diesem Samstag, das fast schon sommerlich war oder an unserem ersten Gruppennachwuchs, den wir per Spruchband in unserer Familie willkommen hießen.

Trotz des exotischen Gegners pilgerten immerhin noch 5.300 Alemannen zum Tivoli und sahen eine Mannschaft, die erst in der zweiten Hälfte ihrem Favoritenstatus gerecht wurde und sich Chance um Chance erspielte. Doch wie schon in den Spielen zuvor fehlte es an der nötigen Präzision und dem Quäntchen Glück, um die Chancen zu etwas zählbarem zu verwerten.

So ging in der zweiten Hälfte ein Ball nach dem anderen nebens Tor oder in die Arme des Gästekeepers. Und als der Ball zweimal im Tor lag meinte der Schiri eine Regelwidrigkeit entdeckt zu haben. Alles in allem also kein glücklicher Tag, bei dem man der Mannschaft lediglich vorwerfen kann, nicht früher auf’s Gaspedal gedrückt zu haben.

Die Stimmung hatte sich, wie gesagt, an diesem Tag dem Gegner angepasst und so verbreitete sich nach ordentlichen ersten fünf Minuten eine regelrechte Epidemie der Lustlosigkeit im Block. Mitmachquote, Lautstärke und Länge der Lieder ließen stark zu wünschen übrig. Die Liedauswahl und das Spiel trugen ihr Übriges dazu bei.
In der zweiten Hälfte griffen wir dann vermehrt in die melodische Schublade, was die Stimmung etwas beflügelte, das Spiel dürfte aber auch seinen Anteil dran gehabt haben.
Optisch hatte der Stimmungsblock auch schon bessere Tage gesehen.

Nach dem Spiel gab es wieder vereinzelt Pfiffe gegen die Mannschaft, getreu dem Öcher Motto, gewinnen wir, ist der Aufstieg nah, tun wir es nicht ist der Abstieg nicht mehr zu verhindern. Gerade bei der jungen Mannschaft ist das nicht gerade förderlich.

Nächsten Samstag wartet dann bereits der nächste Dorfverein auf uns, den wir allerdings schon sehr gut kennen. Macht’s natürlich auch nicht besser.

 

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