6. Spieltag: Alemannia Aachen – Bonner SC 3:2

Freitag, 26.08.2016 19:30 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 5.400; Gäste: ca. 200

Nach zwei sieg- und torlosen Heimspielen sollte nun gegen den Aufsteiger aus Bonn der erste Heimsieg der Saison eingefahren werden. Unsere Gruppe traf sich wie gewohnt frühzeitig um gemeinsam den Weg ins Stadion anzutreten. Als wir dann aber gut eine Stunde vor Anpfiff den Block betraten, deutete so gut wie nichts darauf hin, dass an diesem Tag ein Pflichtspiel für unsere Alemannia auf dem Plan stand. Im gesamten Stadion herrschte gähnende Leere, die sich bis zum Anpfiff auch nur spärlich lichtete. Zumindest der Stimmungsblock war recht ordentlich gefüllt. Offiziell haben wohl 5400 Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden, das Stadion wirkte aber so leer wie lange nicht mehr.

Die Mannschaft tat in den folgenden 90 Minuten aber alles Erdenkliche dafür, um beim nächsten Heimspiel diesen Wert wieder nach oben zu treiben. Insbesondere der in den letzten Wochen, aufgrund zahlreicher vergebener Torchancen, stark kritisierte Philipp Gödde der nach nur 8 Minuten die Alemannia mit einem Doppelpack in Führung brachte. Mit diesem Ergebnis ging es dann, nach einer starken ersten Halbzeit, in der die Alemannia den Tabellenzweiten teilweise chancenlos aussehen ließ, in die Pause. In der zweiten Halbzeit schaltete die Alemannia dann ein bis zwei Gänge zurück, was bei den hochsommerlichen Temperaturen aber durchaus zu verstehen ist. Ohne die tatkräftige Unterstützung des Schiedsrichtergespanns wäre es auch wohl nicht mehr spannend geworden. Aber nach zwei fragwürdigen Entscheidungen stand es auf einmal nur noch 2:2 und der schon sicher geglaubte erste Heimsieg schien in Gefahr. Die Mannschaft bewies aber Kampfgeist und so konnte kurz vor Schluss mit Daniel Hammel auch der zweite bis dato noch torlose Stürmer sein erstes Saisontor erzielen. Die Tatsache, dass die Mannschaft sich nach so einem Rückschlag, trotz drückender Hitze, noch einmal zurückkämpfte und den erlösenden Siegtreffer erzielen konnte, spricht für den Charakter der Mannschaft.

Der Stimmungsblock startete nach den frühen Treffern euphorisch in die Partie. Die Lautstärke konnte zwar nicht durchgehend auf einem sehr guten Niveau gehalten werden, wusste aber dennoch sehr zu überzeugen. Die größtenteils melodischen Lieder konnten, dem Spielverlauf angemessen, lange gehalten werden und wurden auch zu teilen vom Rest der Tribüne mitgetragen. Es ist erfreulich zu sehen, dass viele der eher melodischen Lieder auch inzwischen beim Rest der Aachener Fangemeinde immer mehr Anklang finden. Der kurzzeitige Ausgleich verpasste der Stimmung zwar einen kleinen Dämpfer, dafür war der anschließende Torjubel zum 3:2 wohl einer der emotionalsten Torjubel in der letzten Zeit. In den letzten Minuten wurde daraufhin von der gesamten Tribüne der erste Heimsieg der Saison herbeigesungen. Optisch gab der Block durch den durchgehenden und flächendeckenden Einsatz unterschiedlicher Schwenkfahnen ein sehr gutes Bild ab. Insgesamt war dies der bis jetzt beste Heimauftritt in dieser Saison, daran gilt es jetzt in den nächsten Spielen anzuknüpfen.

Im Gästeblock fanden sich rund 200 Leute aus der Ex-Hauptstadt ein. Der aktive Teil rund um die Bande Bonn, der sich auf rund 40 Leute beschränkte, war einheitlich in roten Shirts angereist und konnte ansonsten auch durch den guten Fahneneinsatz ein gutes Bild abgeben. Zu hören bekam man von ihnen allerdings relativ wenig. Vielleicht sollten sich die Jungs auch mal eine Uhr zulegen, da ein nicht unerheblicher Teil die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verpasste, da sie sich scheinbar noch am Bierstand aufhielten.

Das nächste Spiel führt uns zu einem weiteren stark in die Saison gestartete Aufsteiger, dem Wuppertaler SV. Die Tatsache, dass das Spiel an einem Montagabend stattfindet, dämpft die Vorfreude auf das Spiel allerdings ein wenig.

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