3. Spieltag: Rot-Weiß Oberhausen – Alemannia Aachen 0:2

Dienstag, 09.08.2016 19:30 Uhr – Stadion Niederrhein
Zuschauer: 2.922; Gäste: ca. 800

Die Reise in den Ruhrpott traten wir zusammen mit dem Rest der Aachener Ultraszene mit der Bahn an. Diese Wahl der Anreise ließ scheinbar bei den Ordnungshütern die Alarmglocken schrillen, so dass statt der üblichen Handvoll Polizisten ein kompletter BFE-Trupp uns auf dem Weg nach Oberhausen begleitete. An dieser Stelle mal ein Dank an die Jungs von der Polizei, dass sie uns freundlicherweise in den vollen Zügen Sitzplätze organisierten.

Das Stadion erreichten wir aufgrund einiger Verzögerungen durch den Feierabendverkehr erst 45 Minuten vor Anstoß. Der Oberhausener Ordnungsdienst hat scheinbar aus den letzten Jahren gelernt und so blieben uns erfreulicherweise Diskussionen wegen der Fahnenstöcke erspart.

Der Gästeblock war trotz des Spieltermins am Dienstagabend gut gefüllt, insgesamt hatten sich rund 800 Aachener in Oberhausen eingefunden. In der ersten Halbzeit konnte der Block aber nur selten sein Potential abrufen, die Lautstärke und Mitmachquote schwankte teilweise stark und so konnte nur phasenweise eine zufriedenstellende Lautstärke erreicht werden. Ähnlich wie die Akteure auf dem Rasen drehte auch die Kurve in der 2. Halbzeit richtig auf. Die Gesänge hielten länger an und wurden durch die immer häufiger auftretenden Torchancen immer wieder neu gepusht, so dass phasenweise eine sehr starke Lautstärke erreicht werden konnte. Insgesamt waren die Mitmachquote und die Bereitwilligkeit zum andauernden Support in der zweiten Halbzeit deutlich besser. Optisch gab der Block über die gesamte Spielzeit ein gutes Bild ab und der Fahneneinsatz wusste sehr zu gefallen. Lediglich bei den Hüpfeinlagen scheint dem ein oder anderen Aachener doch recht schnell die Puste auszugehen.

Die Mannschaft hatte nach der schwachen Leistung gegen Wattenscheid Besserung gelobt, in der ersten Spielhälfte war davon aber noch recht wenig zu sehen. Die Defensive geriet das ein oder andere Mal erheblich unter Druck und der Spielaufbau kam aufgrund der vielen Fehlpässe kaum zustande. Lediglich der Torhüter Pascal Nagel konnte durchgehend überzeugen. In der zweiten Halbzeit bekam die Alemannia immer mehr Zugriff auf das Spiel und es konnten einige guten Torchancen herausgespielt werden. Am Ende war es dann Megrim Fejzullahu, der mit einem Doppelpack den, aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdienten, Sieg perfekt machte. Positiv in Erinnerung bleibt noch, dass die Mannschaft nach den Toren beim Torjubel immer den Weg Richtung Fankurve antrat. Diese durch junge und hungrige Spieler verstärkte Mannschaft macht den Eindruck, dass sie mit deutlich mehr Herzblut bei der Sache ist, als die in den letzten Jahren. Dies ist genau die Alemannia die wir sehen wollen, keine Ansammlung abgehalfterter 2.Ligaspieler, die nur einen Haufen Geld kosten.

Auf der Heimseite legte die Szene rund um Semper Fidelis einen zumindest optisch recht soliden Auftritt hin, viel zu hören war von ihnen aber allerdings nicht. Die Szene positionierte sich geschlossen unter dem Dach und gab so ein deutlich besseres Bild ab als in den letzten Jahren.

Am Wochenende steht das zweite Heimspiel der Saison, gegen Sprockhövel, an. Ein Gegner den man schlagen muss, um auch in den nächsten Wochen eine hohe Anzahl von Zuschauern zu erreichen.

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