35. Spieltag: Alemannia Aachen – Fortuna Düsseldorf II 1:0

Freitag, 22.04.2016 19:30 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 6.200; Gäste: ca. 40

Nachdem beim Auswärtsspiel in Essen zahlreiche Leute ihr Interesse für die Alemannia oder die Materie Ultra scheinbar wiederentdeckten, scheint dieses Interesse inzwischen wohl wieder abgeklungen zu sein. Zum Spiel gegen die Düsseldorfer Zweitvertretung klafften wieder erhebliche Lücken in der Südtribüne. Der Anblick der menschenleeren Sitztribünen ist in den letzten Jahren bereits zur Gewohnheit geworden, mittlerweile wird man sich wohl auch an die halbgefüllten Stehplätze gewöhnen müssen. Die für diesen Spieltag verkündeten 6.200 Zuschauer kamen wohl auch nur wegen der rund 4.000 abgesetzten Dauerkarte zustande, die tatsächliche Zuschaueranzahl dürfte wieder einmal deutlich darunterliegen.

Nach vier Heimspielniederlagen in Folge waren die Erwartungen an dieses Spiel nicht gerade hoch angesetzt. Erfreulicherweise zeigte die Alemannia endlich mal wieder eine gute Leistung, sodass zum Abpfiff ein vollkommen verdienter 1:0 Heimsieg zu Buche stand. Die Mannschaft zeigte sich im Vergleich zum Auswärtsspiel in Essen stark verbessert, was vielleicht auch daran lag, dass einige Stammspieler zunächst auf der Bank Platz nahmen. Über die gesamte Spieldauer war die Alemannia das dominierende Team, lediglich an der Chancenverwertung haperte es wieder einmal gewaltig. In der 68. Minute war es dann schlussendlich Gödde, bei einem seiner ersten Startelfeinsätze, der das entscheidende Tor für die Alemannia erzielte. Da die Saison jetzt endgültig gelaufen ist, wäre es schön zu sehen, wenn in den letzten Spielen einige der jüngeren Spieler eine Chance bekämen, sich für die nächste Saison zu präsentieren. Denn wenn es für die nächste Saison heißt: „Investor oder Budget herunterfahren“ sollte man besser schleunigst anfangen, die jungen Spieler zu testen und sich schon mal von dem ein oder anderen Spieler mit verhältnismäßig großen Namen, der die ganze Saison keine Leistung gebracht hat, zu verabschieden.

Stimmungstechnisch kann man mit dem Auftritt des Stimmungsblocks, ähnlich wie mit dem der Mannschaft, recht zufrieden sein. Zwar wurde zu keinem Zeitpunkt eine brachiale Lautstärke erreicht, für die aber recht geringe Anzahl an Supportwilligen bewegte sich die Lautstärke stets im soliden Bereich. Die Liedauswahl war im Vergleich zum letzten Spiel wieder verbessert. Hier konnte an den Aufwärtstrend der vorherigen Wochen angeknüpft werden. Auch optisch zeigte sich der Block stark verbessert, so waren dieses Mal auch außerhalb unseres Bereiches Fahnen und Schals nahezu dauerhaft im Einsatz. Auch bei der Bewegung im Block scheint man sich in einer Aufwärtsspirale zu befinden, auch wenn man hier immer noch einiges zu verbessern hat. Immerhin steht ein Großteil der Leute nun nicht mehr 90 Minuten mit den Händen in den Hosentaschen da.

Erfreulich war ebenfalls, dass man wieder einmal, wie bei fast jedem Heimspiel, eine recht große Anzahl an Kerkradern im Block begrüßen durfte. Bei dem letzten Auswärtsspiel von Roda Kerkrade am letzten Dienstag in Groningen war ebenfalls eine recht große Abordnung unserer Gruppe anwesend. Die Freundschaft zwischen unserer Gruppe und den Jungs aus Kerkrade konnte in den letzten Wochen deutlich gestärkt werden. Waren es in den letzten Jahren meist ausschließlich Mitglieder der Karlsbande, die die Aachener Ultraszene bei den Spielen von Roda Kerkrade repräsentierte, sind inzwischen bei den Spielen von Roda Kerkrade, die sich nicht mit unserem Spielplan überschneiden, häufig auch Mitglieder unserer Gruppe anwesend.

Am nächsten Donnerstag steht das Nachholspiel beim FC Kray an. Es bleibt zu hoffen, dass sowohl Mannschaft als auch Fans an diesen Spieltag anknüpfen können.

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