23. Spieltag: SC Rot-Weiss Oberhausen – Alemannia Aachen 1:0

Samstag, 24.02.2018 16:00 Uhr – Stadion Niederrhein
Zuschauer: 2.855; Gäste: ca. 800

Unser erstes Regionalliga-Auswärtsspiel im Jahr 2018 führte uns nach Oberhausen, allerdings zwei Stunden später als gewohnt, da sonst angeblich noch der Boden gefroren sei. Eine kuriose Methode, die jedoch Wirkung zeigte, da unser Gastspiel im Pott als einziges an diesem Tag in der Regionalliga West stattfand.
Aufgrund der zu transportierenden Choreo entschied sich unsere Gruppe, dieses Mal die Reise gen Ruhrpott mit dem Bus anzutreten. Nach einer ereignislosen Fahrt und frühzeitiger Ankunft am Stadion, blieb genug Zeit um alles vorzubereiten und Choreospenden zu sammeln. An dieser Stelle möchten wir allen Alemannen, die beim Anblick der Spendendose ihr Portemonnaie zückten, unseren Dank aussprechen. Während die Zeit bis zum Anpfiff dahin strich und sich Teile der bereits anwesenden Alemannen wohl darüber ärgerten keine Skiunterwäsche angezogen zu haben, füllte sich der Gästeblock allmählich. Insgesamt waren es wohl Rund 800 Öcher, die den Weg nach Oberhausen gefunden hatten, in Anbetracht aller Umstände sicherlich kein schlechter Wert, aber dennoch etwas enttäuschend.

Die Begegnung wurde dann mit unserer Choreo eingeläutet, unter dem Motto „E schwatz än jeäl jebore!“, bestehend aus einer Zaunfahne samt freistehendem Vater mit Kind, die eine schwarz-gelbe Fahne mit der Aufschrift „Unabhängig seit 1900“ emporhalten. Dazu wurden im Block schwarz-gelbe Fahnen mit der gleichen Aufschrift verteilt. Trotz Befürchtungen, dass der starke Wind das Bild trüben könnte, klappte die Durchführung tadellos und es konnte ein sehr ansehnliches Bild erzeugt werden. Der Block gab auch danach sein Bestes um dem Wind ein ansehnliches Bild abzutrotzen. Trotz der nicht optimalen Umstände waren durchgängig Fahnen und Doppelhalter im Einsatz. Auch trug die Kälte ihren Teil dazu bei, dass die Bewegung im Block besser war als sonst. Die zweite Hälfte der Partie wurde durch ein Wurfrollen-Intro der Karlsbande eingeleitet, was ebenfalls ein nett anzusehendes Bild abgab.

Stimmungstechnisch wusste der Aachener Anhang nicht wirklich zu überzeugen. Lautstärke und Mitmachquote können bestenfalls als solide bezeichnet werden. An die guten Auftritte in den vergangenen Jahren in Oberhausen konnte somit nicht angeknüpft werden. Auch wenn der Spielverlauf und die Kälte sicherlich ihren Teil dazu beigetragen haben, sollte sich jeder noch einmal hinterfragen, ob er wirklich alles gegeben hat. Gerade dann, wenn die Mannschaft schwächelt, sollte es die Rolle der Alemannen auf den Rängen sein, alles Erdenkliche aus sich herauszuholen, um die Mannschaft nach vorne zu peitschen.

Der Heimauftritt der Oberhausener war besser als das, was wir sonst von ihnen gewohnt waren. So gab es während des Spiels tatsächlich Momente, in denen wir die Heimkurve zu hören bekamen. Zudem wirkte der Bereich um Semper Fidelis deutlich voller als bei unseren vorherigen Gastspielen, was wohl der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass die Kanalkurve aufgrund der Umbaumaßnahmen derzeit geschlossen ist. Inklusive ordentlichem Fahneneinsatz ergab sich so ein recht passabler Anblick. Und das obwohl sich der ein oder andere Aachener, beim Betreten des Blocks durch die Oberhausener, einen Witz über die Wilde 13 nicht verkneifen konnte.

Wie so häufig, wenn der Alemanne heimlich in Richtung Tabellenspitze schielt, dauert es nicht lange, bis er wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. So verschlief die Alemannia die erste halbe Stunde der Partie komplett und war mit dem 0:1 Rückstand noch gut bedient. Danach fanden die Jungs zwar besser ins Spiel und konnten sich eine Handvoll guter Chancen erarbeiten, aber keine davon nutzen. Da die auch nicht gerade stark spielenden Oberhausener über die gesamte Spielzeit weitere Chancen ausließen und die Alemannia phasenweise nur durch Fehlpässe glänzte, war die Niederlage auch nicht unverdient.

Sicherlich nicht die besten Voraussetzungen für das Spiel gegen Viktoria Köln am kommenden Mittwoch. Sollte die Alemannia dort keinen Dreier einfahren, können die geringen Aussichten auf den Relegationsplatz wohl endgültig begraben werden. Zusätzlich wird bei diesem Spiel der Aktionsspieltag zum 117-jährigen Vereinsbestehen nachgeholt, was vielleicht endlich mal wieder eine der Alemannia angemessene Anzahl von Zuschauern ins Stadion lockt.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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