18. Spieltag: Borussia Mönchengladbach II – Alemannia Aachen 1:2

Samstag, 18.11.2017 14:00 Uhr – Grenzlandstadion
Zuschauer: 833; Gäste: ca. 600

Rückrundenauftakt im November, für viele sicherlich eine komische Praktik. Wenn man aber bedenkt, dass bereits letzte Woche unser Gastspiel gegen Westfalia Rhynern aufgrund von Regenfällen abgesagt wurde, ist dies tatsächlich einmal eine Regelung in der Regionalliga mit etwas Sinn und Verstand.  

Die Aachener Ultraszene machte sich per Zug auf den kurzen Weg nach Mönchengladbach. Allerdings ohne vorherige öffentliche Ankündigung, was bei den spärlich am Bahnhof platzierten Polizisten nach einem kurzen Schreck die Telefonleitungen glühen ließ. Mit der eilig herbeigerufenen Polizeieskorte im Schlepptau, machte sich der Ultrahaufen auf den Weg. Trotz der ungeladenen Begleitung verlief die Fahrt angenehm ruhig. Am Zielbahnhof angekommen sorgte das dort aufgefahrene Polizeiaufgebot dann noch für reichlich Kopfschütteln, ob es denn wirklich knapp 10 Mannschaftswagen benötigte um 2 Shuttlebusse zu eskortieren kann wohl nur die Gladbacher Polizei beantworten.

Wie in der letzten Saison bevölkerte die Ultraszene und der Großteil der mitgereisten Aachener den Sitzplatzbereich auf der Haupttribüne. Eingerahmt durch die große “Wir sind Alemannia Aachen”-Fahne hinter dem Block und zahlreichen Zaunfahnen vor dem Block, sowie der zahlreichen Schwenkfahnen, die die gesamte Spielzeit in Benutzung waren, gab der Block erneut ein sehr gutes Bild ab. Auch stimmungstechnisch konnte der Aachener Anhang über weite Strecken des Spiels überzeugen. Mit fast ausschließlich melodischen Liedern und einer guten Mitmachquote konnte in der ersten Halbzeit eine sehr gute Lautstärke erreicht werden. Mit der Halbzeitpause verlor der Block aber etwas den Faden, Mitmachquote und Lautstärke konnten zunächst nicht an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen. Mit fortschreitender Spielzeit konnte sich der Aachener Anhang aber wieder steigern. Gegen Ende des Spiels wichen die langgezogenen melodischen Lieder zwar kürzer gehaltenen Schlachtrufen, der Lautstärke und Emotionalität des Blocks tat dies keinen Abbruch. Alles in allem ein guter Auftritt des Aachener Anhangs, nur die Bewegung im Block ist immer noch deutlich ausbaufähig. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte der ein oder andere Aachener mal diese Alternative zum Aufwärmen in betracht ziehen, anstatt die ganze Zeit mit den Händen in den Taschen da zu stehen.

Mit der Leistung der Mannschaft verhielt es sich recht ähnlich. Die Akteure, die Trainer Fuat Killic auf den Rasen geschickt hatte, begannen fulminant und gingen folgerichtig in Führung. Bis kurz vor der Pause versäumte es die Alemannia aber, die Führung auszubauen. Erst kurz vor der Pause konnte die Elf per Elfmeter das zwischenzeitliche 2:0 erzielen. Dieses Ergebnis hatte aber nur kurzen Bestand, da die Borussia quasi mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer erzielte. In der zweiten Halbzeit tat sich die Alemannia schwer, konnte aber im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Wattenscheid die Führung über die Zeit bringen. Ein wichtiger Erfolg, mit dem sich die Alemannia wieder am oberen Tabellendrittel orientieren kann.

Insgesamt also ein zufriedenstellender Start in die Rückrunde. Nächstes Wochenende steht dann das Nachhochspiel gegen die nächste Zweitvertretung an, wenn die Kölner U23 am Tivoli zu Gast ist. Es ist zu hoffen, dass mit dem positiven Ergebnis aus dem Gladbach-Spiel dem negativen Zuschauertrend Einhalt geboten werden kann.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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