13. Spieltag: SC Verl – Alemannia Aachen 1:1

Freitag, 14.10.2016 19:30 Uhr – Stadion an der Poststraße
Zuschauer: 1.050; Gäste: ca. 250

Verl Auswärts hieß für uns an diesem Freitagabend aufgrund einer renitenten Oma mit Vorliebe für Kaffeekränzchen nun schon zum zweiten Mal „Trommel darf nicht rein“. Und weil wir uns sicherlich nicht einen elementaren Bestandteil unserer Fankultur von irgendeinem Dorfverein verbieten lassen und die Oma in absehbarer Zukunft noch genug Ruhe haben wird, hieß es die Woche über Gehirnschmalz in Fahrt bringen.

Ein weiteres Ärgernis war natürlich die unnötige Anstoßzeit, die auf Anfrage vom Dorfverein von Samstag 14:00 Uhr auf Freitag 19:00 Uhr vorverlegt wurde. Unsere umsichtige Geschäftsführung hat dem Blödsinn natürlich zugestimmt und seine Fans und Spieler in unendlich viele Staus geschickt, sodass beide zu spät da waren und der Anpfiff auf 19:30 Uhr verlegt werden musste. Für uns Fans bedeutete das Stress pur, da wir ja auch noch frühzeitig von der Arbeit abhauen oder ganz Krankfeiern mussten und für die Spieler bedeutete dies einen Wettbewerbsnachteil. Erneut also eine Glanzleistung von Denjenigen, die glauben, sie könnten unseren Verein führen.

Mit etwas Glück erreichten wir das Stadion kurz vor Anpfiff und sahen uns am Eingang erneut einer kleinen Festung gegenüber stehen. Neu war allerdings die Taktik, vor die Festung eine kleine zierliche Frau zu platzieren, die wohl deeskalierend wirken sollte und aufgrund ihrer freundlichen Art auch ihre Funktion erfüllte. Nach einem netten Pläuschchen ging es direkt in den Block, den wir mit Anpfiff erreichten, Kaltstart also. Wie in Rödinghausen auch erneut ohne die Karlsbande, die erst in der 30. Minute dazu stieß. Aufgrund unserer späten Ankunft konnten wir noch nicht den Harry Potter machen und mussten unsere Zaubershow auf Hälfte zwei verschieben, in der wir unsere Trommel dann erfolgreich in den Block potterten. Das A und O machende Publikum in Form von Ordnern blieb aber im Gegensatz zum letzten Mal entgegen unseren Erwartungen aus.

Die Stimmung war über das gesamte Spiel fast ausnahmslos sehr überzeugend, es gab immer wieder Momente wo sich der gesamte Ultrabereich in einen Rausch sang und kollektiv am Rad drehte. Die Lautstärke, auch begünstigt durch das Dach natürlich, war größtenteils bärenstark und auch Mitmachquote, Liedauswahl und Optik ließen keine Wünsche mehr offen. Einer der besten Auftritte seit langem. Leider meinte der Dorfverein das Mitbringsel einer seiner Mitarbeiter von der Nordsee, das dieser wohl von einem Fischkutter geklaut hatte, hinter das Tor hängen zu müssen. Was fürs Fischefangen gut ist, ist fürs Foto machen semi-gut, sodass die Bilder zum Teil nur bedingt dem tatsächlichen Treiben im Block gerecht wurden.

Das Spiel verlief in der ersten Halbzeit ebenfalls sehr zufriedenstellend mit einer frühen Führung durch Propheter, zudem sehr sehenswert per Fallrückzieher. Verl agierte zwar mit einer guten Abwehr, erspielte sich aber kaum richtige Chancen und hatte am Ende der ersten Halbzeit Glück, dass uns ein Treffer aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung aberkannt wurde. Die zweite Hälfte gehörte dann eher dem Gastgeber, der durch ein noch früheres Tor auf 1:1 stellte. Insgesamt ging das Ergebnis durchaus in Ordnung, leider entging uns dadurch aber die Chance, auf den ebenfalls patzenden Tabellenführer aus Gladbach zu verkürzen.

Auf der Gegenseite machten ein paar Hansel einen auf harten Kern, bisher stand aber wohl nur Fahne schwenken auf dem Stundenplan. Vielleicht kommt Singen ja nächstes Jahr. (Traurig wie wenig Gegner wir haben, dass wir uns hier schon mit sowas beschäftigen müssen…)

Nach dem Spiel sangen wir im Block zusammen mit der Karlsbande noch ein neues Liebeslied für unseren allseits beliebten und hochgeschätzten Freund Timo.

Nächste Woche Samstag sieht der Spielplan einen Gegner, aus der, neben der Kategorie Dorfverein, zweiten Kategorie der langweiligen Gegner, vor: Es geht gegen die Amateure von Borussia Mönchengladbach. Während es szenetechnisch unspektakulär bleiben wird, ist das Spiel gegen den Tabellenführer sportlich von sehr großer Bedeutung und wird hoffentlich mal wieder ein paar mehr Zuschauer ins Stadion locken.

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