11. Spieltag: Alemannia Aachen – TuS Erndtebrück 2:2

Samstag, 26.09.2015 14:00 Uhr – Tivoli

Nach drei ernüchternden Niederlagen in Folge war auch der letzte Funke, der zu Saisonbeginn entstandenen Euphorie, verpufft. Zusätzlich dazu, wurde durch die Versetzung des Torwarttrainers in das NLZ, der letzte Überbliebende des erfolgreichen Trainerteams der letzten Saison, vom Hof gejagt. Die Vereinsführung setzt also mal wieder getreu dem Motto „Dat is än blievv deä selve Klömpchensklub!“ alles daran, die Fehler vergangener Spielzeiten zu wiederholen und bloß keine Ruhe in den Verein einkehren zu lassen. Diesen Abwärtstrend verdeutlicht auch die Zuschauerentwicklung, von den anfangs noch 13000, waren diesmal nur noch 6800 im Stadion.

Gegen den Aufsteiger aus Erndtebrück, der, wenn es nicht den FC Wegberg-Beeck geben würde, die Schießbude der Liga wäre, sollte aber alles besser werden. Doch die Alemannia wäre halt nicht die Alemannia, wenn mal wieder alles anders als erwartet kommen würde.

Gegen einen technisch und spielerisch doch arg limitierten Gegner, reichte es am Ende nur zu einem mickrigen 2:2. Dabei offenbarte die Mannschaft wieder die altbekannten Schwächen, von den teilweise recht ordentlich herausgespielten Chancen wurden viele wieder fahrlässig vergeben und die Defensive wackelte wieder das ein oder andere Mal gewaltig, zwei durchaus vermeidbare Gegentore waren die Folge. Unter’m Strich muss man festhalten, dass man mit so einer Leistung im Aufstiegsrennen, sollte es nicht zu einer Leistungsexplosion kommen, dieses Jahr wohl keine Rolle spielen wird.

Auch der Stimmungsblock lieferte einen durchwachsenen Auftritt ab. Zwar konnte einige Male eine akzeptable Lautstärke erreicht werden, dennoch griff nach dem gefühlt hundertsten Ballverlust eine Motivationslosigkeit auf die Süd über, die auch vor Teilen des Stimmungsblocks nicht Halt machte. Tifo- und Bewegungstechnisch gab der Block zwar wieder ein gutes Bild ab, aber auch hier konnte in weiten Teilen nicht an die letzten Spiele angeknüpft werden.

Ob das nach dem Spiel gellende Pfeifkonzert der Mannschaft weiterhilft, ist fraglich. Der Unmut des Großteils der Aachener Fans ist aber durchaus nachvollziehbar. Ob es im nächsten Spiel gegen SG Wattenscheid sportlich wieder besser wird, muss nach der heutigen Leistung bezweifelt werden. Aber so langsam sollte wieder ein Dreier eingefahren werden, momentan sind die Mannschaft und sportliche Leitung nämlich dabei, jeglichen Kredit aus der letzten Saison zu verspielen.

In Wattenscheid wird, anders als in den Spielen zuvor, der Stimmungsblock diesmal auf den Sitzplatzbereich verlegt.

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