FVM-Pokal 1. Runde: FC Wegberg-Beeck – Alemannia Aachen 0:3

Mittwoch, 02.11.2016 19:00 – Waldstadion
Zuschauer: 742; Gäste: ca. 200

Nachdem die Alemannia mit viel Anlauf und den Knien zuerst den eigenen Fans in den Rücken gesprungen war, durften diese in Wegberg beobachten, wie gut sich dieser Verrat in die Praxis umsetzen lässt. Denn Timos genialer Einfall besteht ja darin, die Probleme auf andere Vereine abzuwälzen, indem er von ihnen etwas verlangt, was er selber nicht leisten will. Die spannende Frage war nun, ob die gastgebenden Vereine bei diesem Blödsinn tatsächlich mitspielen wollen. Und der erste Kandidat war nun ein Dorfverein aus der näheren Umgebung, für den dieses Spiel eigentlich das Highlight der Saison gewesen sein dürfte. Aber anstatt die Chance zu nutzen, für dieses Spiel vom Ascheplatzcharakter wegzukommen und so den ein oder anderen Zuschauer mehr ins “Stadion” zu locken und möglichst viele zahlende Gäste in den Block zu bekommen, machte man sich bereitwillig zum Lakaien vom Timo. Was dieser machen musste, damit der Dorfverein seine Exekutive wird und auf all das verzichtet und sich on top auch noch freiwillig Probleme ins Haus holt, darüber wollen wir jetzt lieber nicht nachdenken. Und wie gut dieses ganze bescheuerte Konstrukt dann letztlich funktionierte, durfte sich der ganze Dorfplatz etwa 5 Minuten nach Anpfiff anschauen, als wir im Block alles auspackten, was Timos Verbotsliste so hergab. Tja Timo, wenn man nicht alles selber macht, wa…..

Wir traten die unerfreulich kurze Reise ins nahegelegene Dorf wie gewohnt mit dem Bus an und betraten das „Stadion“ geschlossen mit den anderen beiden Gruppen kurz vor Anpfiff. Im Block angekommen zeigte sich dann erstmal, dass wohl auch Timos biblisches Gegenstück etwas gegen unser Fahnenmaterial hatte, da er in den ersten 45 Minuten einige Kubikmeter Wasser darauf auskippte. Doch trotz allen Widrigkeiten war unser optischer Support über die gesamten 90 Minuten sehr ordentlich und hat dem Dorfplatz eine gute Portion Leben eingehaucht und das, trotz aller Ängste und Sorgen, völlig überraschend ohne Todesfälle.

Die Stimmung war der Situation leider nur bedingt angemessen. Da wir uns einem amoklaufenden sogenannten Geschäftsführer gegenübersehen, sollten wir jedes Spiel, in dem wir unsere Liebe zu unserem Verein frei ausleben können, so genießen, als wäre es das letzte. Diese Einstellung hat leider ein Großteil des Blocks vermissen lassen. Für ein durchschnittliches Spiel war die Stimmung zwar ganz ordentlich, aber für ein Erstrunden-Pokalspiel bei einem Dorfverein an einem Mittwochabend, wo der Ultrahaufen nahezu unter sich ist, da kann und muss man doch deutlich mehr erwarten. Die Liedauswahl in den ersten 45 Minuten passte sich dem ganzen an. In der zweiten Halbzeit, begünstigt durch die Tore unserer Jungs, wurde es dann etwas fröhlicher und melodischer, mit ein paar richtig guten Momenten. Doch wer bei so einem Spiel unter den genannten Bedingungen ein Tor der eigenen Mannschaft braucht, um sich zu motivieren, dem ist nicht mehr zu helfen. Mal sehen wie lange wir warten müssen, um solch günstige Bedingungen nochmal vorfinden zu dürfen.

Die Mannschaft hatte in der ersten Halbzeit noch einige Probleme mit dem klassenschlechteren Dorfverein und lieferte sich einen offenen Kampf, der mit einem 0:0 endete. Erst in der zweiten Halbzeit wurde die Alemannia dann ihrem Favoritenstatus gerecht und erzielte bereits sieben Minuten nach Wiederanpfiff durch Hammel die langersehnte Führung. Danach ging alles etwas einfacher und als Mohr in der 66. auf 2:0 stellte war die Partie gelaufen. Den Schlusspunkt markierte Odagaki bei seinem Pflichtspieldebut mit dem 3:0.

Bereits am Sonntag steht das nächste Auswärtsspiel gegen Schalke II an, mal sehen wieviel Lust der Erstligist hat, Timos Ideen umzusetzen. Es bleibt spannend.

 

 

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