8. Spieltag: Alemannia Aachen – Viktoria Köln 0:1

Samstag, 10.09.2016 14:00 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 5.600; Gäste: ca. 80

Nach den guten Auftritten der Mannschaft in den letzten Spielen, dem mit Viktoria Köln für diese Liga recht attraktiven Gegner und dem sommerlichen Wetter deutete eigentlich alles daraufhin, dass das Stadion sich wieder besser als zuletzt füllen würde. Dass dann aber gerade einmal 5600 Zuschauer kamen, stellte doch eine sehr unangenehme Überraschung dar. Besonders wenn man bedenkt, dass unser finanziell stark angeschlagener Verein einen Zuschauerschnitt von 6000 kalkuliert hat. Auch im Stimmungsblock waren deutliche Folgen des Besuchermangels zu verzeichnen, so klaffte doch das ein oder andere Loch im Block. Diese sollten sich aber beim nächsten Heimspiel wieder schließen, den dann ist ja bekanntlich Rot Weiß Essen zu Gast. In diesem Zusammenhang wäre wünschenswert, wenn der ein oder andere Aachener sich der Bedeutung der Lieder, die er bei den “wichtigen” Spielen so stolz singt, allmählich  bewusst würde.

Die Stimmung passte sich dem Zuschauerandrang an, sie war quasi nicht existent. Bis auf wenige Ausnahmen konnte kaum eine zufriedenstellende Lautstärke erreicht werden. Die Mitmachquote und die generelle Motivation bewegten sich über das gesamte Spiel hinweg auf einem beinahe unterirdischen Niveau. Lediglich nach den wenigen Torchancen der Alemannia konnte der Block kurz der Lethargie entfliehen und etwas ähnliches wie Stimmung flackerte kurz auf, erlosch aber auch genauso schnell wieder. Insgesamt müssen auch wir als Gruppe uns den mit Abstand schlechteste Auftritt dieser Saison attestieren. Man kann nur hoffen, dass dieses Spiel nur einen schmerzhaften aber verkraftbaren Ausrutscher darstellte. Insbesondere die Leute im Stimmungsblock sollten sich dringendst hinterfragen, wieso sie überhaupt da sind. Es ist unsere Aufgabe die Mannschaft 90 Minuten nach vorne zu schreien und auch dann wenn das Spiel gerade einmal nicht zu unseren Gunsten läuft.

Im Gegensatz zu den Fans auf den Rängen kann man der Mannschaft zumindest den Willen, alles zu geben, nicht absprechen. Die Alemannia legte einen engagierten aber erfolglosen Auftritt hin. Gegen die finanziell wesentlich besser ausgestatteten Kölner, war unsere Elf, in einem größtenteils ereignislosen Spiel, über weite Phasen die bessere Mannschaft, verpasste es aber die Überlegenheit auf dem Platz in Tore umzuwandeln. Damit wären wir wieder bei den altbekannten Problemen. Die Mannschaft spielt teilweise recht ansehnlichen Fußball, aber gerade einmal 8 Tore in 8 Spielen sind zu wenig um im Kampf um die Tabellenspitze mitzumischen.

Im Gästeblock tummelten sich rund 80 Personen, die die Reise aus dem Kölner Osten in die Kaiserstadt angetreten hatten, optisch und akustisch traten sie aber nicht nennenswert in Erscheinung.

Am nächsten Spieltag geht es dann zu den Amateuren von Fortuna Düsseldorf, ein Gegner den man ohne Wenn und Aber schlagen muss, um in den nächsten Wochen wieder mehr Zuschauer zur Alemannia zu locken.

 

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