8. Spieltag: 1.FC Köln II – Alemannia Aachen 2:1

Sonntag, 13.09.2015 14:00 Uhr –  Müngersdorfer Stadion

8. Spieltag bei den Kölner Amateuren und damit mal wieder ein Auswärtsspiel, das sich eher wie ein Heimspiel anfühlt. Einer der vielen Gründe, warum es langsam an der Zeit ist, diese Drecksliga zu verlassen. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, ist es allerdings notwendig, dass die Mannschaft wieder das abruft, was sie zu Anfang der Saison gezeigt hat. Zumindest auf dem Papier schienen die Kölner Amateure auch genau der richtige Gegner zu sein, aber gegen die vermeintlich leichten Gegner tut sich unsere Alemannia ja bekanntlich besonders schwer.

Da dieses Spiel nicht wie üblich im Stadion der Amateure, sondern im großen Müngersdorfer Stadion ausgetragen wurde, hatte dieses Spiel zumindest einen Hauch von höherklassigem Flair. Auch das Polizeiaufgebot, welches  den eher überschaubaren  Zugfahrermob in Empfang nahm und die sehr peniblen Einlasskontrollen, erinnerten eher an die vergangenen Zweitligatage als an Regionalliga. Frühzeitig im Block angekommen, positionierten wir uns wie in der letzten Saison, über dem Mundloch, während die Karlsbande und ihr Umfeld den unteren Bereich des Blocks bevölkerten. Dadurch ergab sich eine recht ansehnliche Zaunbeflaggung. Insgesamt füllten rund 2000 Aachener den Gästebereich.

Die Mannschaft enttäuschte spielerisch erneut wieder auf ganzer Linie. Man machte in der Defensive erneut zu viele Fehler und das Offensivspiel glänzte auch nur durch seine Ideenlosigkeit. Dass das entscheidende 2:1 für die Kölner dann auch noch durch einen Torwartfehler des eigentlichen Ersatztorwarts (der nur spielte, weil Löhe aus disziplinarischen Gründen auf der Bank saß) fiel, passte dazu perfekt ins Bild. Kämpferisch kann man der Mannschaft zwar erneut keinen Vorwurf machen, aber wenn man in dieser Saison erneut um den Aufstieg mitspielen will, muss sich in den nächsten Spielen spielerisch wieder einiges zum Besseren wenden.

Auch der Aachener Anhang enttäuschte auf Stimmungsebene ziemlich. Einige Male konnte zwar eine recht akzeptable Lautstärke erreicht werden, über weite Phasen des Spiels war das jedoch ein sehr schwacher Auftritt. Und auch wir hatten noch Luft nach oben, auch wenn es insgesamt eine ganz akzeptable Leistung war. Bedauerlicherweise haben sich wohl einige Aachener den Spruch „We only sing when we´re winning“ zum Leitmotiv gemacht und kriegen bei einem Rückstand, außer für Nörgeleien und Pfiffe gegen die eigene Mannschaft, die Zähne nicht auseinander. Wer selber während des Spiels nicht alles gibt, um die Mannschaft zu unterstützen, sollte sich einmal selbst hinterfragen. Optisch hingegen gab der Gästeblock wieder einmal ein sehr passables Bild ab.

Auf der Heimseite ca. 100 Kölner Ultras im Oberrang des Heimbereichs, die zwar durchgängig in Bewegung waren und auch sonst optisch ein sehr passables Bild ablieferten, bis auf eine Pöbeleinlage nach Spielschluss kam im Gästeblock aber nichts an.

Nach dem Spiel passierte nichts mehr und auch die kurze Heimfahrt blieb ereignislos.

Am Freitag gastiert dann der Spitzenreiter aus Rödinghausen am Tivoli. Man kann nur hoffen, dass Mannschaft und Fans da wieder einen besseren Auftritt hinlegen.

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