6. Spieltag: 1. FC Köln II – Alemannia Aachen 4:2

Samstag, 31.08.2019 14:00 Uhr – Südstadion
Zuschauer: 800; Gäste: ca. 600

Nach gefühlten 20 Heimspielen in Folge durften wir unserem Verein endlich wieder in die Ferne folgen. Wobei Ferne hier noch was untertrieben ist, schließlich ging es zu diesem besonderen Anlass bis ans andere Ende der Welt zur Zweitvertretung des FC nach Köln. Diese kurze und letztlich ereignislose Reise trat die Ultraszene wie gewohnt mit dem Zug an. Das Ziel war aber nicht wie in den letzten Jahren das Franz Kremer Stadion, sondern die Heimat von Fortuna Köln. Ersteres wollte angeblich lieber einem Jugendturnier als Austragungsort dienen. So sahen wir das Stadion, in dem wir vor etwa 6 Jahren nach dem Doppelabstieg in der Regionalliga neu anfangen mussten, früher wieder als gedacht.

Im Stadion angekommen, positionierten wir uns auf Höhe der Eckfahne, um im weiten Rund wenigstens halbwegs nah am Platz zu sein. Um zudem möglichst kompakt zu stehen, rahmten wir den Block mit zwei Banderolen ein. Ein Entkommen vor der Sonne war an diesem letzten Augusttag ohnehin nicht möglich. Denn das Wetter hatte sich nach dem ewigen Hin und Her in diesem Sommer nochmal für „Arschheiß“ entschieden. Nicht die idealsten Bedingungen also, dennoch schlugen wir uns in dieser Hitzeschlacht deutlich besser als unsere Jungs auf dem Rasen.

Diese präsentierten sich zu Beginn zwar noch recht stabil, ließen dann aber hinten wie vorne an Qualität und Konzentration vermissen. So fingen sie sich in der ersten Halbzeit zwei Tore, die so nicht hätten fallen müssen, und knüpften vorne an das Heimspiel gegen Homberg an, indem sie zahlreiche Gelegenheiten gekonnt versemmelten. Köln war nicht deutlich besser, hatte nicht die zwingenderen Torchancen, sie machten einfach nur die Tore.

Der Ultrahaufen legte dafür umso besser los und hätte vermutlich auch trotz der Hitze einen richtig guten Auftritt hingelegt, wenn das gestümpere auf dem Rasen nicht gewesen wäre. Die Liedauswahl war angemessen, die Länge der Lieder richtig geil und auch die Mitmachqoute war überzeugend. Lediglich die Bewegung fiel größtenteils der Hitze zum Opfer. Die zahlreichen Rückschläge bestehend aus Gegentoren und bekannter Chancenverschwendung brachten den Motor aber immer wieder zum Stocken. Dennoch schöpfte der Block immer wieder neue Motivation, was unter diesen Bedingungen nicht positiv genug hervorgehoben werden kann.

Auf dem Rasen zeigte sich in Hälfte zwei das gleiche Bild wie in der ersten: Vorne wurde verschwendet und hinten kassiert. So stand es nach einer guten Stunde 0:3 und das Spiel schien gelaufen. Doch der aussichtslose Spielstand schien den Jungs beim Zielen geholfen zu haben, so stand es tatsächlich nach 84 Minuten 2:3 und der Gästeblock schwenkte von „wenigstens wir repräsentieren heute unsere Farben würdig“ auf „scheiße, hier könnte ja tatsächlich noch was gehen“. Um dann nur zwei Minuten später ein letztes Mal an diesem Tag enttäuscht zu werden.

Doch all dies ist dennoch kein Grund, die Mannschaft nach dem Spiel am Zaun derart hart anzugehen. Die Saison ist noch jung und die bisherigen Ergebnisse waren keineswegs katastrophal, gegen Leverkusen wurde eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft noch mit Standing Ovations bedacht. Natürlich besteht leistungstechnisch noch viel Luft nach oben, aber es geht nur gemeinsam und nicht gegeneinander. Wir müssen weiterhin zusammenstehen, der Mannschaft helfen in die Saison zu kommen und gemeinsam unter diesen schwierigen Bedingungen das Optimum aus der Saison rausholen. Der Aufstieg kann niemals das Minimalziel sein.

Anfangen können wir damit bei keinem geringeren als dem erstplatzierten Möbelhaus aus Rödinghausen. Wo? Zuhause natürlich.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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