6. Spieltag: Alemannia Aachen – Sportfreunde Lotte

Montag. 20:15 Uhr. 4. Liga. Es gibt sicherlich günstigere Bedingungen um ein Fußballspiel zu besuchen. Dennoch pilgerten mal wieder über 8000 Anhänger unseres Turnsportvereins ins Stadion und demonstrierten unsere Ausnahmestellung in dieser Liga.

Der Grund für diese ungewöhnliche Terminierung war ein bekannter Werbesender mit Fußballunterbrechung, der uns so eine in dieser Liga außergewöhnliche Bühne ermöglichte, die die gesamte Szene teilweise auch zu nutzen wusste. Wir hängten eine knappe Stunde vor Spielbeginn ein Spruchband mit der Internetseite „NEIN-ZU-RB.DE“ an den Zaun, um die gleichnamige Kampagne gegen RB Leipzig zu unterstützen. Die Fanszene Aachen präsentierte auf der Nordtribüne den Spruch „Regionalligareform jetzt. Meister müssen aufsteigen.“ um gegen die unsinnige Aufstiegsregel der Regionalligen zu protestieren. Zudem konnte der oben genannte Sender dazu bewegt werden, dies in der Vorberichtserstattung zu erwähnen. Zum Einlauf der Spieler setzte die Karlsbande mit einer gelungenen Choreo unsere Vereinsfarben mit diversen Doppelhaltern gut in Szene. Dazu wurde am Zaun passend zum neu gegründeten Stimmungsblock ein Banner mit der Aufschrift „Ultras Aquisgrana“ gezeigt.

Einzig die Stimmung konnte mit dem guten Auftritt des ersten Heimspiels nur bedingt mithalten. Wir begannen zwar in der zweiten Halbzeit sehr stark und hatten immer wieder einige laute Momente, doch gerade die vorherigen beiden Heimspiele haben doch gezeigt, dass in der Tribüne wesentlich mehr Potenzial steckt. Und so lange das nicht über zumindest weite Strecken des Spiels abgerufen wird, kann man auch nicht zufrieden sein.

Unsere Jungs zeigten eine ähnlich durchwachsene Leistung in einem insgesamt sehr zähen Spiel, bei dem wir glücklich sein mussten, nicht zurückzuliegen. Der Rückstand kam dann allerdings, was sich dann auch bei der Stimmung bemerkbar machte. Erst mit dem etwas unverdienten Ausgleich kurz vor Schluss wachte der Block wieder auf. Doch mehr als dieses Unentschieden war nicht zu holen.

Nächste Woche hat uns der Viertliga-Alltag wieder, denn dann führt uns der Spielplan nach zwei richtigen Fußballstadien und einem Live-Spiel im Fernsehen wieder in die Provinz. Aber jedes Kaff in dem Aachen zu Gast ist, ist eine Reise wert.

Also alle nach Wiedenbrück, alle in den Sitzblock!

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