34. Spieltag: Sportfreunde Siegen – Alemannia Aachen

Das letzte Spiel der nun zweiten Regionalligasaison in Folge führte unsere Gruppe ins ca. 160 km entfernte Siegerland zu den Sportfreunden Siegen.
Hierzu machte sich ein Bus unserer Gruppe auf die Reise, um sich ein letztes Mal bei der Mannschaft für die geile Saison mit bedingungslosem Support zu bedanken. Kurz vor Siegen trafen wir uns dann noch mit dem Rest der Aachener Szene, um geschlossen in  Siegen eintreffen zu können. Sehr auffällig waren dabei unsere SKB’s, die nervös auf dem Rastplatz in ihrem Fahrzeug um die Wette funkten, damit wir später eine nette polizeiliche Begleitung auf den restlichen Kilometern hatten.  Völlig überzogen, aber für diese Art der Polizeieinsätze scheint der Staat ja anscheinend genügend Geld zu haben.

Eine Ursache ihrer Nervosität war wohl die Tatsache, dass sie das Verhalten der Turnschuhcrew nicht einschätzen konnten, welche das Spiel nicht als Gruppe besuchen wollten. Einem, auch aus unserer Sicht nicht unwahrscheinlichen, Angriff wurde dadurch vorgebeugt, dass man unsere Busse so zusagen direkt in den Gästeblock eskortierte. Am Leimbachstadion angekommen freuten wir uns wenigstens über die doch sehr human gehaltenen Eingangskontrollen, welche uns ermöglichten unseren Proviant und allerlei Kleber ins Stadion hinein zu bringen. Im Block positionierten wir uns im unteren Teil des Gästebereichs und hingen unsere Zaunfahne am Zaun vor uns auf, womit auch schon alles für die Partie angerichtet war. Beim Einlaufen der Mannschaft wurde von einigen Aachenern eine nett anzusehende Pyroaktion durchgeführt, welche aus einigen Bengalos bestand, die dann noch durch etwas Rauch untermalt wurden.

Die Stimmung im Gästeblock kann man alles in allem als gut bewerten. Es wurden die richtigen Lieder zur richtigen Zeit gewählt und die Lautstärke sowie die Länge der Lieder wussten über weite Strecken zu überzeugen, was natürlich durch den Spielverlauf begünstigt wurde. Lediglich die Mitmachquote lässt noch arg zu wünschen übrig und schwankte enorm, teilweise sang mal der ganze Block und kurz darauf wieder nur unser Bereich. Eigentlich unverständlich, angesichts eines solchen Spiels und einer so guten Saison. Da ist es natürlich logisch, dass man gut laufende Lieder mit einem 10 sekündigen „Ole Alemannia“ übersingen muss und den Rest des Spiels Schweigen für die bessere Option hält.

Naja zurück zu den positiven Dingen.
Der Fahneneinsatz war während der gesamten 90 Minuten in unserem Bereich so wie man es sich vorstellt, aber auch im gesamten Bereich der Ultras wehten fast über das gesamte Spiel die Fahnen, was ein sehr schön anzusehendes Bild ergab. Zudem wurde der positive Auftritt im Block dadurch abgerundet, dass nach einem Tor die Lieder einfach weiter gesungen wurden und die Tore mit dem Lied dann richtig abgefeiert werden konnten.

Zum Spiel kann man nur sagen, dass es eigentlich kein richtiges Spiel war, denn zu einer Fußballpartie gehören normalerweise immer zwei Mannschaften, wo die Siegener waren ist uns ein Rätsel. Unsere Alemannia konnte somit wie in einem Trainingsspiel einige Angriffe versuchen, wovon sieben den Weg ins Tor fanden. Einen 7:0 Sieg, wann gab es das bei der Alemannia das letzte Mal? Auf jeden Fall vor unserer Zeit und somit ein gelungener sportlicher Abschluss der Saison.

Wie oben bereits erwähnt, wurde von Seiten der Turnschuhcrew auf ein organisiertes Auftreten im Block verzichtet, weil sie sich von ihrem Verein verarscht fühlten und von der Leistung ihrer Mannschaft mehr als enttäuscht waren. Die Saison für Siegen endete ja bekanntlich mit dem Abstieg.

Kurz vor Ende des Spiels machten sie sich jedoch bemerkbar, indem sie sich zu einem Mob zusammenrauften und einige Laute von sich gaben, zwar nicht sehr verständlich, aber sie waren wahrzunehmen. Aus unserer Sicht war die Aktion der Siegener insgesamt nur schwer zu bewerten. Wenn es das Ziel war, der Mannschaft zu zeigen, was für Versager sie sind und der versuchte Angriff dann spontan erfolgte, war es eine gar nicht mal so schlechte Aktion von euch. Auch wenn die Auswertung unserer Bilder bei uns den Eindruck entstehen ließ, dass euer Haufen wohl nur bedingt dazu geeignet war, bei einem Kontakt zu bestehen. Wenn die Absicht aber von Beginn an darin bestand, die Aachener Fanszene anzugreifen, war es mehr als armselig, sich vor der Aktion im Block zu zeigen, ein bisschen in unsere Richtung zu pöbeln und so lange zu warten, bis Team Green einen Kontakt völlig unwahrscheinlich werden ließ.

Leider war während den Pöbeleien von den Siegenern auch im Aachener Block mal wieder das übliche Bild bei solchen Situationen zu beobachten. Kleine Poser, die nichtmal in ihrer eigenen Phantasie kämpfen können, treten wie wild auf Tore ein, anstatt einfach drüber zu klettern, wenn sie schon den Kontakt provozieren wollen.  Und natürlich  unglaublich viel Gepöbel, in unseren Augen einfach nur lächerlich und nicht weiter erwähnenswert, da es letztendlich zu keinem Zeitpunkt zum Kontakt mit Siegen kam.

Die Fahrt in unsere wunderschöne Kaiserstadt verlief ohne jegliche Vorkommnisse und man ließ die sehr erfolgreiche Saison nochmal Revue passieren und beglückwünschte einige Mitglieder zur erneuten bzw. ersten komplett gefahrenen Saison.

Wir als Gruppe blicken auf eine sehr positiv verlaufene Saison für den Verein und auch für uns als Gruppe zurück und freuen uns jetzt schon auf die neue Saison, um die Strukturen in Aachens Fanszene weiter zu festigen und neue Ideen einzubringen und allen zu zeigen, dass man Aachen niemals abschreiben sollte.

Jetzt heißt es für uns, die Sommerpause so gut wie möglich zu überbrücken, damit wir wieder mit unseren Freunden zusammen unseren Lebensmittelpunkt im Stadion ausleben können, anstatt das ganze Wochenende auf der Bude zu hocken oder irgendwelchen anderen nebensächlichen Aktivitäten nachgehen zu müssen, um die spielfreien Wochen zu füllen.

 

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