28. Spieltag: SV Rödinghausen – Alemannia Aachen 1:0

Samstag, 12.03.2016 14:00 Uhr – Häcker Wiehenstadion
Zuschauer: 1.400; Gäste: ca. 300

Das weiteste Auswärtsspiel der Saison stand an, aber wenn samstagmorgens erst um 6 Uhr der Wecker klingelt, damit man rechtzeitig zur Abfahrt des Busses gen Rödinghausen ankommt, dann könnten einem bei Gedanken an vergangene Tage und Auswärtstouren beinahe die Tränen kommen. Die Fahrt in das Dorf, ganz im Norden von NRW, an der Grenze zu Niedersachsen, ist dann noch das, was sich am ehesten, wie eine dieser Touren anfühlt. Bei dem Anblick der zahllosen Bauernhöfe und Felder, die wir auf dem Weg zur Spielstätte passieren mussten, verschwand dieses Gefühl aber schlagartig. Denn aus mehr als einer Filiale eines Küchenmöbelherstellers, einem Supermarkt und einem Fußballstadion samt angeschlossenem Parkplatz scheint die Heimat unseres Gastgebers nicht zu bestehen. Dass der SV Rödinghausen auch nur wegen der finanziellen Unterstützung des angesprochenen Küchenmöbelherstellers in dieser Liga spielt, hinterlässt einen zusätzlichen üblen Nachgeschmack.

Frühzeitig am Stadion angekommen durften wir erst einmal die äußerst peniblen Kontrollen des Ordnungsdienstes über uns ergehen lassen, die akribische Suche nach Aufklebern blieb aber bedauernswerterweise erfolglos. Der Block war nur spärlich gefüllt, bis auf die Ultragruppen hatte kaum ein Aachener die Reise angetreten. Der Stimmung tat dies aber, so wie des Öfteren bei Auswärtsspielen, keinen Abbruch. Über weite Strecken des Spiels konnte eine sehr zufriedenstellende Lautstärke in unserem Bereich des Blocks erreicht werden. Die Liedauswahl und Dauer der einzelnen Lieder bewegten sich nahe am Optimum. Bei solchen Spielen gibt es unserer Meinung nach keinen Grund dauernd auf die alten Gassenhauer zurückzugreifen, da diese, im Gegensatz zu melodischen Liedern, schnell abebben. Es ist schön zu sehen, dass sich die Gestaltung des Liedgutes, vor allem auswärts, sehr zum positiven entwickelt hat. Auch optisch gab der Block durch den dauerhaften Einsatz von Fahnen, Doppelhaltern und Schals ein gutes Bild ab. Eingeleitet wurde die Partie durch eine Choreo der Karlsbande, bestehend aus einem Spruchband mit dem Gruppennamen und gelbem Farbpulver.

Zur Leistung der Mannschaft gibt es nicht viel zu sagen, denn mit Fußball hatte dieses Gebolze nichts zu tun. Über das gesamte Spiel hinweg gelang es der Mannschaft kaum, sich eine klare Torchance zu erspielen. Wenn der Ball nicht schon im Aufbauspiel verloren ging, versuchten es die Spieler anstelle von Torschüssen lieber mit erfolglosen Dribblings. Am Ende der Spielzeit ging der SV Rödinghausen als vollkommen verdienter Sieger vom Platz.

Da am nächsten Wochenende kein Spiel unserer Alemannia stattfindet, geht es für uns erst am 24.03. mit dem Auswärtsspiel gegen Erndtebrück weiter.

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