26. Spieltag: SV Rödinghausen – Alemannia Aachen 3:3

Sonntag, 23.02.2020 15:00 Uhr – Häcker Wiehenstadion
Zuschauer: 1.022; Gäste: ca. 200

Es ist Tulpensonntag, der Wecker klingelt und direkt verspürt man Vorfreude. Denn: heute steht endlich mal wieder eine lange Auswärtstour an, und es gibt nichts geileres, als diese mit seinen Jungs und Mädels zu verbringen. Doch im nächsten Moment könnte man fast im Strahl kotzen, und das liegt nicht am übermäßigen Alkoholkonsum an Fasteloovend. Sondern am heutigen Gegner: es geht mal wieder nach Küchenhausen. Das x-te Mal der unsägliche 3-Stufen Gästeblock? – die Regionalliga meint es nicht gut mit uns. Wer jetzt denkt „Rödinghausen ist mit Abstand Tabellenerster, die steigen bestimmt auf“, der hat sich geirrt. Der Küchenheini hat nämlich keine Drittligalizenz beantragt. Die Never Ending Story „Rödinghausen-Auswärts“ geht also auch in der nächsten Saison weiter…

In aller Früh traf sich unsere Gruppe, um wie gewöhnlich die Reise mit dem Bus anzutreten. Die Fahrt verging wie im Fluge, sodass wir trotz ausgiebiger Pausen überpünktlich am Stadion ankamen. Unseren Bruder, der aus dem Stadion verbannt ist, schweren Herzens verabschiedet, vorbei an den überforderten Ordnern und ab in den Gästeblock.

Auch dort kam keine wirkliche Vorfreude auf das Spiel auf, das Wetter war absolut scheiße, extremer Wind, gepaart mit stetigem Regen dämpfte die Stimmung sehr. Anstoß war diesmal um 15:00, da unser Lieblingssender meinte, diesen absoluten Klassiker übertragen zu müssen.

Die Karlsbande präsentierte zum Einlaufen der Mannschaften ein Intro unter dem Motto „Patient Alemannia“, dazu gab es Pappherzen und Konfetti.

Das Spiel passte sich dem Motto zunächst an, der Tabellenführer spielte souverän und der Patient Alemannia lag zur Halbzeit schon mit 0:2 hinten.
Auf den Rängen passten wir uns glücklicherweise nicht allzu sehr dem Spiel an, es machte sich irgendwann eine Scheissegal-Stimmung breit, sodass es gemessen an den Bedingungen zwar nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht war – mit einigen wenigen Ausreißern nach oben.

In der zweiten Halbzeit kam die Alemannia besser in die Partie. Boesen verkürzte in der 47. Minute auf 2:1. Nur wenige Minuten später leistete sich jedoch unser Torwart Cymer eine Slapstick-Einlage erster Güte, indem er den Ball durch seine Hände ins eigene Tor gleiten ließ. Auf den Rängen konnte sich keiner vorstellen, dass der Torwart diesen Fehler wieder gutmachen könnte… Als Boesen aber 3 Minuten später wieder einnetzte, keimte zumindest die Hoffnung auf, dass zumindest ein Unentschieden noch drin wäre.
Wider Erwarten fand das Spiel schließlich ein überraschend versöhnliches Ende, als in der Nachspielzeit das 3:3 fiel. Und dieses erzielte kein geringerer, als der Slapstick-Torwart Ricco Cymer mit einem astreinen Schuss ins Eck. Da brach im Gästeblock natürlich absolute Ekstase aus, damit hätte wohl im Leben niemand gerechnet.
Die Stimmung in der zweiten Hälfte war ähnlich wie in der ersten nicht besonders, über weite Strecken aber in Ordnung. Insgesamt lag das Ganze aber einfach unter unserem Anspruch. Also nichts, woran man anknüpfen kann, auch optisch konnte der Gästeblock nicht über die gesamte Breite überzeugen. Der Fahneneinsatz war auch aufgrund des Wetters schwächer als sonst.

So wird von diesem Spiel wohl nur der Treffer zum 3:3 Endstand in Erinnerung bleiben.

Schon am Mittwoch geht es Auswärts in Hennef weiter, unsere Alemannia tritt wieder im FVM-Pokal an. Da geht es im Gegensatz zur Liga immerhin noch um etwas.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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