21. Spieltag: Borussia Mönchengladbach II – Alemannia Aachen 2:2

Freitag, 29.01.2016 19:30 Uhr – Grenzlandstadion
Zuschauer: 1.884; Gäste: ca. 1.500

Etwa sechs fußballfreie Wochen hatte die Alemannia Zeit, um die eigenen Negativschlagzeilen der vergangenen Jahre nochmal zu toppen -und- wer hätte das gedacht, sie hat es wiedermal eindrucksvoll geschafft. Dabei war der kleine Faustkampf zwischen U19-Trainer Harald Heinen und Sportdirektor Alexander Klitzpera noch harmlos gegen die Anschuldigungen, die der bereits entlassene Heinen gegen die Funktionäre des Vereins anschließend erhob. Wobei, finanzielle Eskapaden sind ja eigentlich schon fast ein Markenzeichen der Alemannia geworden, aber sexuelle Belästigung? Das ist neu. Aber die Alemannia, um unseren allseits beliebten Geschäftsführer und guten Freund Timo Skrzypski, bewies mal wieder ihre ganze Kompetenz bei der Lösung zwischenmenschlicher Probleme und antwortete, wie sie seit neuestem immer antwortet: Mit einem Betretungsverbot. Das hat natürlich gesessen und wird mit ziemlicher Sicherheit den ganzen Sachverhalt in all’ seinen Facetten aufklären und alle bestehenden Probleme lösen.

Mehr Anlass zur Freude beziehungsweise Vorfreude boten dagegen die Jungs, die für’s Fußballspielen engagiert wurden, aufgrund sehr guter Testspielergebnisse, die die leichte Hoffnung aufkeimen ließen, dass die Sache mit dem Aufstieg in dieser Saison womöglich doch noch nicht abgehakt ist. Und so traten etwa 1.500 Alemannen die hoffnungsvolle Reise ins etwa 70 km entfernte Grenzlandstadion der Gladbacher Amateure an.

Wir als Gruppe traten die leider sehr kurze Reise unabhängig von dem restlichen aktiven Teil der Fanszene an, da wir einen anderen Abfahrtszeitpunkt für günstiger hielten. Und so erreichten wir unser Ziel nach ereignisloser Hinreise fast pünktlich zur Öffnung der Stadiontore, die von sehr angenehm kontrollierenden Ordnern bevölkert wurden. So blieb uns jeglicher unnötiger Stress erspart. Im Block selber bestätigte sich dann leider unsere Befürchtung, dass ein konventionelles Fahneschwenken aufgrund des starken Windes nicht möglich sein wird, sodass wir die große Fahne erst gar nicht auspackten und den Rest einfach in den Wind hielten. Sah zwar jetzt nicht so geil aus, ersparte uns aber jegliche Schwenkarbeit.

Zu Beginn des Spiels, das aufgrund der verspäteten Ankunft der Zugfahrer 10 Minuten nach hinten verlegt wurde, zeigte der Fanclub Stolberger Tivoli Jonge ein Spruchband für ihr verstorbenes Mitglied und langjährigen Alemannia-Fan „Ante“, der vor zwei Jahren seinem Krebsleiden erlag.

Die Stimmung in der Anfangsphase war trotz des gut gefüllten Blocks sehr dürftig, eine gute Lautstärke konnte nie erreicht werden und die Wiederholungen waren mit einer Ausnahme auch wenig vorbildlich. Erst nach etwa 20 Minuten wurde der Gästeblock langsam wach und die Stimmung besser. Als dann Kühnel den Anschlusstreffer erzielte, erlebte der Gästeblock die beste Phase des Spiels und drehte richtig gut am Rad. Die zweite Halbzeit begannen wir dann wesentlich besser als die erste und konnten teilweise eine recht gute Lautstärke erreichen, leider ebbte diese aber nach zwei, drei Wiederholungen immer wieder viel zu schnell ab. Auch die Liedauswahl an diesem Tag war leider nicht so dolle. Ein großes Aachener Problem ist auch, dass es bei vielen Liedern unterschiedliche Textvarianten gibt, was immer zu Konfusion und teilweise sogar auch zum Abbruch dieser Lieder führt.

Am Ende des Spiels war wieder einmal die Luft aus dem Gästeblock raus, obwohl unsere Mannschaft uns für die Vergoldung ihrer guten Leistung da nochmal gebraucht hätte.

Optisch war an diesem Freitagabend im Gästeblock nicht so viel los. Wir waren die einzigen, die dem Wind über die volle Distanz den Kampf angesagt hatten und versuchten, das Beste draus zu machen. Bei Windstille hätte es wie gesagt besser ausgesehen, war aber insgesamt doch ganz solide.

Das Spiel selber verlief zu Beginn eigentlich wie so oft in dieser Saison und so fingen wir uns in der ersten halben Stunde direkt mal zwei Gegentreffer und hatten kurz vor der Pause Glück, dass nicht der dritte folgte. Im Anschluss daran sorgte dann aber, wie erwähnt, Kühnel für den Anschlusstreffer und ließ wieder etwas Hoffnung aufkeimen. Und nachdem zu Beginn der zweiten Halbzeit Graudenz ganz abgezockt zum Ausgleich einschob, drehten unsere Jungs richtig auf und zeigten das, was sich die meisten Alemannen nach den guten Testspielen von ihnen erhofften. Leider gelang anschließend aber trotz intensiver Bemühungen der hochverdiente Führungstreffer nicht mehr. Daran hatte auch der Schiri seinen Anteil, der uns einen klaren Elfmeter verweigerte. Insgesamt war es aber, dank der starken zweiten Hälfte, eine gute Leistung unserer Mannschaft, die teilweise das bestätigen konnte, was sie in den Testspielen zeigte.

Nächstes Wochenende steht mit der Begegnung gegen Schalke II das nächste Auswärtsspiel gegen eine Amateurmannschaft an. Bis dahin, Oche Alaaf.

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