20. Spieltag: SV Rödinghausen – Alemannia Aachen 1:3

Mittwoch, 11.04.2018 19:30 Uhr – Häcker Wiehenstadion
Zuschauer: 1.180; Gäste: ca. 150

Gegen Ende des englischen Triples stand für uns das Nachholspiel gegen die Einbauküchen aus Rödinghausen an. Ist man in dieser Liga sonst froh über jede weite Auswärtstour, sieht das unter der Woche natürlich etwas anders aus (was unserer Mitfahrerzahl allerdings keinen Abbruch tat). Und die Hinfahrt dieser weitesten Strecke der Saison sollte es für uns auf eine unerfreuliche Weise in sich haben. Erst kam der Bus eine halbe Stunde zu spät zum Treffpunkt, dann hatte irgendein Horst bei der vorherigen Tour anscheinend die Klimaanlage des Busses im wahrsten Sinne des Wortes vor die Wand gefahren. So ging es quasi in einer fahrenden Sauna Richtung Kuhwiese mit Stadion. Außerdem hockte sich gefühlt das ganze Ruhrgebiet an diesem Mittwochnachmittag in seine Karre und ging der Lieblingsbeschäftigung dieses Völkchens nach: Staus fabrizieren. Und war unsere rechtzeitige Ankunft dadurch nicht schon genug gefährdet, zogen uns dann auch noch die Bullen raus, weil die irgendwie eine andere Vorstellung von Rastplatzverschönerungen hatten oder so.

Wenigstens als ein Brummifahrer sein Dienstfahrzeug in der Leitplanke parkte kamen wir noch rechtzeitig vorbei, bis auch diese Strecke dicht gewesen wäre. Und wäre all das nicht genug, bekamen wir während der Fahrt zu spüren, dass es noch was Wichtigeres als Fußball gibt, als einer unserer Mitglieder einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften hatte. Mit seiner anschließenden Leistung im Block bewies er, dass er im ganzen Stadion die mit Abstand dicksten Eier hat. Wenn du uns brauchst, sind wir für dich da!

An die Kuhwiese mit Stadion pirschten wir uns diesmal durch die Botanik ran. Wobei pirschen hier wohl nicht das richtige Wort ist, so wie unsere Busfahrerin durch die Feldwege pflügte. Die ein oder andere Kuh wird dabei vor Schreck wohl das Zeitliche gesegnet haben. Uns brachte sie dadurch aber tatsächlich noch rechtzeitig zum Anstoß, der aufgrund der Verkehrslage um eine halbe Stunde nach hinten verlegt wurde, ins Stadion. Wobei der Begriff Stadion hierbei kurioserweise nur für die Heimseite anwendbar ist, der Rest muss sich mit einem Dreistufen-Block begnügen, der zudem noch zur Hälfte aus einer seltsamen Zaun/Werbebanden-Konstruktion besteht. Und der Dörfler fragt sich für die ganze Nummer auch noch 9€, der vielleicht größte Witz an diesem bescheuerten Konstrukt Namens Rödinghausen. Wenigstens reicht die Kohle dieses Möbelharries nicht, um ansatzweise sportlich erfolgreich zu sein. So war ein weiterer Dreier Pflicht für unsere Jungs.

 

Die ungünstige Kombination aus beschissenem Termin, weitester Auswärtsfahrt und uninteressantem Gegner bewirkte eine sehr überschaubare Anzahl an Öchern, zudem schafften es nicht alle Fans und Gruppen zum Anpfiff. Der singfreudige Teil ließ sich aber davon wie gewohnt nicht beirren und pushte unsere Jungs 90 Minuten lang aus voller Kehle. Mitmachqoute, Lieddauer, Liedauswahl und vor allem die Lautstärke stimmten einfach an diesem Tag. Die Mannschaft ließ sich davon aber erst einmal nicht inspirieren, so sahen die Anwesenden in der ersten Hälfte eine eher lustlose Vorstellung beider Mannschaften. Bis Fejzullahu kurz vor dem Halbzeitpfiff die letzte Chance zur Führung nutzte. Dennoch ging es in Hälfte zwei weiter wie gehabt, ehe der Schiri auf einmal auf den Punkt zeigte. Rödinghausen nutzte die Chance und witterte danach die Gelegenheit, dieses Spiel komplett zu drehen. Doch in dieser Drangphase war es dann wieder Fejzullahu, der erneut zum richtigen Zeitpunkt die Führung markierte. Als Torunarigha dann nur drei Minuten später auf 3:1 stellte, waren uns die drei Punkte nicht mehr zu nehmen.  

 

Den Abschluss dieser dritten englischen Woche markiert am Samstag unser Heimspiel gegen Bonn. Auch wenn unsere Aufstiegschancen sehr gering geworden sind, den Glauben sollte man nie verlieren.   

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