19. Spieltag: Alemannia Aachen – Sportfreunde Lotte 3:1

Samstag, 30.11.2019 14:00 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 4.500; Gäste: ca. 60

4.500 Zuschauer. Dorfverein als Gegner. Not gegen Elend auf dem Platz. Slapstick inklusive. Und eine weitere Story im Geschichtsbuch der Kuriositäten. Willkommen in der Regionalliga. Letztere dürfte vor allem der „Öööh ohne Investor geht es nicht“-Fraktion gehörig in den Eiern zwicken. So ist der Investor der berühmten Sportfreunde aus Lotte anscheinend vor ein paar Wochen einfach von der Bildfläche verschwunden und seitdem für den Verein nicht mehr greifbar. Erst in der Sommerpause hatte er durch interne Streitigkeiten beinahe die Insolvenz herbeigeführt und mittlerweile scheint die Geldnot in Lotte ohne die gewohnte Großzügigkeit ihres Gönners bedrohliche Züge anzunehmen. Zuletzt gipfelte diese Not in einem Brandbrief der Spieler, die der Öffentlichkeit unter anderem steckte, dass sie mittlerweile nur noch 50% ihrer Gehälter ausgezahlt bekommen. Und der einzige Typ der daran was ändern könnte, geht nicht mehr ans Telefon. Sachen gibt´s…..

Auf dem Rasen wollten die Geringverdiener anscheinend das nächste Statement setzen, indem sie versuchten die allseits bekannte Weisheit „Geld schießt keine Tore“ zu widerlegen. Was dann in diesem speziellen Fall zu „Kein Geld schießt keine Tore“ führte. So versemmelten sie in der ersten Halbzeit zwei, drei Dinger, die selbst die, in solchen Zusammenhängen so oft als Vergleich herangeschleifte, „Omma mit Krückstock“ blind über die Linie gedrückt hätte. Unsere Alemannia machte es auf der Gegenseite auch ohne diese Anzahl an Hochkarätern etwas besser und so ging es mit einer etwas glücklichen 1:0 Führung in die zweite Halbzeit. Dort kippten die Machtverhältnisse auf dem Platz und da sich unsere Jungs anscheinend ausnahmsweise vorher noch ein Gläschen Zielwasser gegönnt hatten, nutzten sie ihrerseits den angebotenen Platz im Strafraum um etwa fünf Minuten vor Abpfiff auf 3:0 zu stellen. Den Ehrentreffer in der Nachspielzeit darf man in die Kategorie Unnötig einstufen.

Die Leistung im Block passte dafür eher in die Kategorie solide, was vor dem Hintergrund der vergangenen Heimspiele tatsächlich durchaus positiv zu werten ist. Zwar waren Mitmachqoute und damit auch die Lautstärke in der ersten Hälfte noch weit von unseren Ansprüchen entfernt, dafür entwickelten sie sich aber in der zweiten Halbzeit, auch begünstigt durch den Spielverlauf, stellenweise zu einer ordentlich Leistung. Insgesamt zwar kein Auftritt der lange in Erinnerung bleiben wird, aber auch das ist angesichts der zuletzt sehr trostlos dahergekommenen Heimspiele kein schlechtes Zeichen. Insgesamt also auf und neben dem Rasen ein guter Hinrundenabschluss.

Da aber in dieser Liga das Ende der Hinrunde niemals das Ende des Jahres bedeutet, geht es nächste Woche auch schon wieder mit dem Rückrundenauftakt gegen den Wuppertaler SV weiter.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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