18. Spieltag: Alemannia Aachen – Viktoria Köln 1:1

Freitag, 16.11.2018 19:30 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 6.300; Gäste: ca. 60

Zum Rückrundenauftakt kam der Tabellenführer aus Köln in die Kaiserstadt. Natürlich blieb es nicht bei der ursprünglichen Terminierung am Samstag, da unsere Vereinsführung den Antrag stellte, das Spiel auf den allseits beliebten Freitag zu legen.

Bei den Einlasskontrollen machten sich die Offiziellen erneut unbeliebt. Da sich unser Sicherheitsbeauftragter wohl von einem Spruchband beim letzten Heimspiel beleidigt fühlte, wurde groß an Ordnungskräften aufgefahren und natürlich durften auch unsere Lieblingspolizisten nicht fehlen.
Nach der nervigen und unnötigen Einlasskontrolle ging es dann in den Block. Erfreulicherweise füllte sich das Stadion recht gut, sodass am Ende 6.300 Zuschauer gekommen waren um die Alemannia zu sehen. Und diese sollten ein Spiel sehen, das wohl keiner so schnell vergessen wird.

Wir könnten jetzt das Spiel chronologisch abarbeiten und alle Höhepunkte aufzählen, allerdings würde dies den Rahmen dieses Berichtes sprengen.
Denn die Alemannia machte das wohl beste Spiel der letzten Jahre und spielte den Tabellenführer über beinahe 90 Minuten an die Wand. So ziemlich jeder Zuschauer dürfte sich während und nach der Partie gefragt haben, wie um alles in der Welt Viktoria Köln mit so einem Abstand Tabellenführer sein kann.
Außer zwei gefährlichen Aktionen, wovon eine zum Treffer führte, brachte der Investoren-Scheissverein nichts zu Stande.
Die Alemannia hingegen lieferte ein wahres Feuerwerk und erspielte sich, durch wunderschönen Kombinationsfußball, unzählige Torchancen. Während es in der ersten Halbzeit meist der Alemannia-Stürmer Dimitry Imbongo war, der wie schon in den letzten Spielen teilweise abenteuerlich alle möglichen Chancen vergab, erzielte Fiedler kurz nach der Pause nach einer Ecke die verdiente Führung.
Diese hielt aber nicht lange, als Viktoria ebenfalls nach einer Standardsituation ausglich. Danach schaltete die Alemannia noch einmal einen Gang hoch und schnürte die Kölner am eigenen Strafraum ein. Infolge dessen probierte sich beinahe jeder Spieler der Alemannia am Torschuss, aber kein einziger Ball wollte den Weg ins Tor finden. Jedes Mal war ein Kölner Bein oder der Kölner Torhüter im Weg. Abschließend kann man festhalten, dass es wohl selten ein so ungerechtes Unentschieden in der Geschichte des Fußballs gegeben hat. Wir können nur hoffen, dass es den Verantwortlichen dieses Mal gelingt, die Mannschaft beisammen zu halten, denn mit dieser Truppe könnte man nächste Saison noch einmal richtig oben Angreifen.

Die gut gefüllte Tribüne legte ebenfalls gut los und konnte in der ersten Viertelstunde der Partie überzeugen. Danach baute der Block aber zunächst etwas ab, wozu sicherlich auch die teilweise etwas unglückliche Liedauswahl beigetragen hat. In der zweiten Halbzeit konnte dies geändert werden und bei einer guten Liedauswahl konnte auch mehrmals der Rest der Tribüne in die Gesänge mit einbezogen werden, was zu einer starken Lautstärke führte. Insbesondere in den letzten Minuten der Partie konnte eine teils brachiale Lautstärke erreicht werden. Man konnte spüren, dass alle Anwesenden noch einmal alles versuchten, um die Mannschaft zum Sieg zu schreien. Auch wenn dies im Endeffekt nicht gelang, wurde auf der Tribüne endlich noch einmal die nötige Leidenschaft und Emotionalität gezeigt.

Während der Partie zeigte der Stimmungsblock ein weiteres Spruchband unserer Kampagne. Mit diesem fordern wir die Vereinsführung dazu auf, in Zukunft keinen Spielverlegungen mehr zuzustimmen, die auf einen bekannten Werbe- und Tittensender zurückzuführen sind. Der Verband zahlt von dem TV-Geld jedem Verein lediglich 3.000€ pro Saison aus und im Gegenzug erhält der Sender das Recht, beliebig viele Spiele zu zeigen. Die Liveübertragung und der Montagstermin dürften durch einen niedrigeren Kartenverkauf den ohnehin lächerlichen Betrag nochmal deutlich reduzieren. Dafür stehen für uns vor allem auswärts durch den Montagstermin unnötig hohe Herausforderungen zu Buche. Dieses Spruchband bildete den letzten Teil in unserer Spruchbandserie. Damit verbunden ist die Aufforderung an unseren Verein, nicht nur tatenlos am Spielfeldrand zu stehen, sondern gegen diese Missstände vorzugehen.

Im Gästebereich versammelte sich eine Handvoll Kölner, auf sich aufmerksam gemacht haben sie aber kein einziges Mal.

Am nächsten Wochenende steht die nächste Partie im Verbandspokal an, vielleicht platzt ja dort bei dem ein oder anderen Spieler endlich der Knoten in Sachen Torabschluss.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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