16. Spieltag: SC Verl – Alemannia Aachen

Nach längerer Zeit stand mal wieder eine Bustour an, die uns über das Ruhrgebiet hinaus bringen sollte. Nach zahlreichen Spielen im rheinischen Raum ist so eine dreistündige Fahrt mit seinen Freunden schon was Feines und lässt einen von höheren Ligen träumen, wo die Auswärtstouren länger als nur 10 – 12 Stunden dauerten. Aber bis es wieder soweit ist, geben wir uns halt mit einem Ausflug in die Weltstadt Verl zufrieden.

Nach einer stimmungsvollen aber ereignislosen Fahrt, erreichten wir relativ pünktlich den Dorfplatz von Verl. Nach kurzen Überlegungen entschied sich die Szene für das geringste Übel und bezog den Platz an der Seitenlinie Höhe Eckfahne. Dort wurden wir dann auch nochmal daran erinnert, dass wir die Fahnen nicht am Zaun befestigen dürfen, was von uns natürlich auch peinlichst genau eingehalten wurde.

Der langgezogene Block bot zwar die Möglichkeit, eines durchgehenden weil beschwerdefreien Fahneneinsatzes, der auch tatsächlich über die gesamte Spielzeit sehr gut war, hatte aber sonst nur Nachteile. Die Gesänge über die gesamte Länge zu koordinieren erwies sich als eine Hürde, die nur selten gemeistert werden konnte. Und auch das Zusammenrücken der beiden Trommeln brachte dann letztlich auch nicht die erhoffte Verbesserung und so fällt das Urteil über die Stimmung wahrscheinlich standortabhängig aus.

Aus unserer Sicht konnte die Leistung zwar nicht mit letzter Saison mithalten, was vor allem dem Block geschuldet war, konnte aber dennoch als sehr überdurchschnittlich eingestuft werden. Die guten Lieder wurden endlich mal wieder voll ausgereizt, der Fahneneinsatz war wie gesagt sehr gut und auch die Bewegung im Block war einfach nur vorbildlich. Gerade in der zweiten Halbzeit konnten wir uns immer mehr in die Lieder reinsteigern und erreichten dadurch sogar kurz einmal ein lang vermisstes Gefühl der Ekstase. Kurz erwähnt sei dabei auch noch der gute Schaleinsatz. Passte einfach irgendwie alles und hat richtig Bock gemacht.

Das Spiel selber war dahingegen weniger berauschend und ist aufgrund der Armut an Höhepunkten auch schnell erzählt. Kaum zwingende Torchancen führten demensprechend auch zu keinen Toren. Unsere Jungs erhöhten zwar in den letzten 10 Minuten nochmal die Schlagzahl, richtig gute Möglichkeiten ergab das aber leider auch nicht mehr. Und so mussten wir leider die einwöchige Tabellenführung wieder abgeben, diesmal allerdings an Essen, da Viktoria erneut patzte.

Nächste Woche geht es im Pokal gegen Hennef. Zugegebenermaßen kein elektrisierendes Spiel, in einem wahrscheinliche sehr schlecht gefüllten Tivoli. Aber es liegt an uns, ob dieses Spiel eine lästige Pflichterfüllung wird oder ähnlich viel Spaß macht, wie das letzte Heimspiel. In Wiedenbrück und eben in Verl haben wir ja gesehen, dass wir dafür keine Massen brauchen.

Aktuelle Fotos

Infostand

Archiv