14. Spieltag: Alemannia Aachen – SV Straelen 4:0

Samstag, 20.10.2018 14:00 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 4.900; Gäste: ca. 60

Schon wieder ein Heimspiel an einem Samstag, ja ist denn schon Weihnachten? Zu Gast war diesmal erneut ein Aufsteiger und ähnlich wie der SV Lippstadt, ist auch der SV Straelen überraschend gut in die Saison gestartet. Auswirkungen auf die Zuschauerzahl hatte dies aber erneut kaum. Hier sollten die Verantwortlichen im Verein sich vielleicht mal überlegen, wie man die Nachricht in der Region verbreiten kann, dass die Alemannia geilen Fußball spielt. Für das Testspiel gegen den BVB wurde die Werbetrommel ja ordentlich gerührt.

Die Mannschaft zeigte erneut, warum sie es verdient hätte, dass wesentlich mehr Zuschauer den Weg zum Tivoli finden würden. Mit Beginn des Spiels übernahm die Alemannia die Kontrolle über das Spielgeschehen und gab diese bis zum Abpfiff nicht mehr ab. Auch von einem verschossenen Elfmeter zu Beginn, ließ sich die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringen, sondern spielte weiter unbehelligt nach vorne. Belohnt wurde dies durch einen Doppelschlag zur 30. Minute, durch Garnier und Bösing. Kurz vor der Pause erhöhte Batarillo, nach einem wunderschönen Spielzug, auf 3:0. Nach der Pause nahm die Alemannia ein bisschen den Fuß vom Gaspedal, bei einer konsequenten Chancenverwertung wäre das Ergebnis dennoch deutlicher ausgefallen als das endgültige 4:0. Man kann erneut nur den Hut ziehen vor Mannschaft und Trainerteam aufgrund der dargebotenen Leistung. Wenn diese Konstanz in der Leistung beibehalten werden kann, könnte die Alemannia vielleicht mit etwas Glück sogar noch ins Aufstiegsrennen eingreifen. Wovon nach den ersten Spieltagen sicherlich nicht auszugehen war.

Auch die Tribüne und vorne weg der Stimmungsblock zeigten Konstanz in ihrer Leistung. Im Gegensatz zur Mannschaft stellt dies aber keinen Grund zur Freude dar. Die Lethargie, die sich innerhalb der letzten Spiele im Block breit gemacht hat, konnte erneut nicht abgeschüttelt werden. Vielmehr wurde teilweise ein neuer Tiefpunkt in Sachen Lustlosigkeit erreicht. Hier müssen wir uns auch selbst hinterfragen, warum bei Heimspielen die Leistungskurve kontinuierlich nach unten zeigt. Die Länge der Lieder und die Liedauswahl stimmten zwar, eine gute Lautstärke konnte aber kaum erreicht werden.

Optisch wurde von unserer Gruppe versucht einmal mit dem üblichen Bild zu brechen, so wurde zum Einlaufen der Mannschaft beinahe alles an Material verteilt und während des Spiels überwiegend kleine Schwenker eingesetzt. Optisch konnte das dadurch erzeugte Bild durchaus überzeugen, auch wenn die kleinen schwarz-gelben Schwenker etwas untergegangen sind.

Des Weiteren gab es ein Spruchband, welches auf die neuerliche Strafe des Verbands gegen unseren Verein abzielte. Der Verband hat es doch tatsächlich zustande gebracht, Monate nach dem Pokalfinale, wo er selbst Veranstalter war, eine Strafe von 2.000€ auszusprechen. Dass die Alemannia jetzt bestraft wird, obwohl der Verein weder für Kontrollen noch den Sicherheitsdienst verantwortlich war, verdeutlicht nur noch einmal die vollkommene Sinnlosigkeit der Verbandsstrafen. Warum es jetzt doch diese, auch in der Höhe vollkommen willkürliche Strafe gibt, versteht natürlich kein Mensch. Hier wäre es einmal an der Zeit, dass der Verein gegenüber dem Verband klare Kante zeigt. Denn es ist schon lange nicht mehr hinnehmbar, dass der Verband sich mit irgendwelchen zusammengewürfelten Strafen die Taschen vollstopft. Dabei entscheidet nicht einmal eine unabhängige Instanz, denn der Verband hält nichts von einer Gewaltenteilung und ist Kläger, Richter, Henker und Empfänger der Strafzahlungen in einem.

Am nächsten Freitag geht es dann zu den Gladbacher Amateuren, sportlich kann sich die Mannschaft mit einem Sieg in der Spitzengruppe der Liga etablieren. Und auch auf der Tribüne gilt es an die letzten Spiele in Gladbach anzuknüpfen, dazu wird die Aachener Ultraszene erneut die Sitzplätze bevölkern.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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