12. Spieltag: SV Straelen – Alemannia Aachen 2:4

Samstag, 15.10.2022 14:00 Uhr – Stadion an der Römerstraße
Zuschauer: 1075; Gäste: ca. 400

Unser letzter Spieltagsbericht endete mit den Worten, dass es mit unserer Alemannia nie langweilig wird. Die Verantwortlichen der Alemannia dachten sich das wohl auch und verkündeten, nachdem die Diskussionen um den Spielabbruch in der vergangenen Partie gerade abklangen, die Entlassung von Trainer Fuat Killic. Ein für viele Alemannen sicherlich überraschender und schmerzhafter Schritt, da Fuat Killic einen sehr hohen Anteil am hart erkämpften Klassenerhalt in der letzten Saison hatte. Allerdings muss man der sportlichen Leitung zugestehen, dass die Gründe für die Entscheidung durchaus nachvollziehbar sind. Nun liegt es an dem Sportdirektor, und zumindest bis zur Winterpause auch Trainer Helge Hohl zu beweisen, dass in der Mannschaft tatsächlich mehr steckt, als sie bisher gezeigt hat.

Mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten aus Straelen sollte auch eigentlich eine dankbare Aufgabe bereitstehen. Die Mannschaft, die eher aufgrund von genesenen Spielern, als durch den Trainerwechsel stark verändert antrat, kam allerdings nicht gut in die Partie. Die Gastgeber übernahmen die Spielkontrolle und gingen folgerichtig in Führung. Das Gegentor rüttelte die Alemannia aber etwas wach, so dass die Mannschaft zumindest ein paar halbgare Chancen herausspielen konnte. Es brauchte das erste Geschenk der Gastgeber, in Form eines Strafstoßes, den die Alemannia verwandelte, um den Spielstand wieder auszugleichen. Danach hatte die Alemannia zwar mehr Spielanteile, konnte diese aber nicht ausnutzen und fing sich einen viel zu einfachen Gegentreffer zur erneuten Führung der Hausherren. An dieser hätte sich vermutlich auch nichts mehr geändert, wenn nicht zwei Straelener Spieler der Alemannia das nächste Geschenk gemacht hätten. Innerhalb von zwei Minuten sahen sie jeweils die rote Karte wegen einer Tätlichkeit. Im Anschluss nutzte die Alemannia die doppelte Überzahl gut aus und drehte, durch einen Hattrick von Ramaj, das Spiel noch in einen 4:2 Sieg. Insgesamt also eine Partie, mit der die Alemannia trotz des glücklichen Sieges eigentlich nicht zufrieden sein kann.

Recht zufrieden können wir hingegen mit dem Auftritt im Block sein. Zwar konnte nicht dauerhaft eine ohrenbetäubende Lautstärke erreicht werden. Wenn man aber die Umstände bedenkt, dass man mal wieder auf ein paar Treppenstufen, im Regen, auf einem Sportplatz stand, bewegte sich die Lautstärke stets auf einem soliden Niveau und gipfelte in einer sehr guten Schlussphase. Auch optisch trotzte der Block so gut es ging den Gegebenheiten, sodass wir aus diesem beschissenen Block doch noch einiges herausholen konnten.

Vor dem Beginn der Partie befestigte die Karlsbande ein Spruchband am Zaun, auf dem Fuat Killic für seine Verdienste bei der Alemannia gedankt wurde. Während des Spiels zeigten sowohl unsere Gruppe als auch die Karlsbande Spruchbänder, die sich mit der Ticketvergabe beschäftigten. Der SV Straelen hatte nur digitale Tickets im Vorverkauf angeboten und lediglich ein kleines Kontingent an der Tageskasse angeboten. Ein neuartiger Trend, der derzeit leider an vielen Fußballstandorten in Deutschland Beliebtheit erfährt und der ganz schnell wieder beerdigt gehört.

Am kommenden Freitag gastieren die Kölner Amateure am Tivoli. Natürlich gleichzeitig mit der ersten Mannschaft des FC, sodass wir wohl erneut ein Heimspiel mit einem leeren Gästeblock haben werden.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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