31. Spieltag: SV Straelen – Alemannia Aachen

Samstag, 27.04.2019 14:00 Uhr – Stadion an der Römerstraße
Zuschauer: 850; Gäste: ca. 300

Als wäre Regionalliga nicht sowieso schon scheiße genug, werden wir zusätzlich noch mit diesen ebenso unwichtigen wie finanziell aufgeblähten Dorfvereinen aus „Ach du scheiße, wo liegt das denn“ belästigt. Durften wir unserer Alemannia vor gut zwei Wochen noch in den Siegener Wald folgen, ging es diesmal geradewegs durchs Nirgendwo zur nächsten Zumutung aufs platte Land. Denn da, wo Hase und Igel sich nachts gegenseitig einen runterholen, zwischen Rübenacker und Gewächshaus, da ist die Fußballwelt noch nie in Ordnung gewesen. Ein Verein so unbedeutend, dass er sich zur Anschaffung eines weiblichen Werbegags gezwungen sah (Warum tut man sich das als Europameisterin an?). Das i-Tüpfelchen bildete ein aufgeworfener eingezäunter Erdhügel mit integrierten Betonstufen namens Gästeblock. Ein Träumchen…

Der leidgeprüfte Aachener Anhang ließ sich seine Umgebung wie gewohnt nicht anmerken. Mit hoher Mitmachqoute, guter Bewegung, sehr guter Lieddauer, starkem Fahneneinsatz und einer überwiegend melodischen Liedauswahl konnte eine über die 90 Minuten fast ausschließlich überzeugende Leistung abgerufen werden. Auch der im zweiten Durchgang einsetzende Regen gepaart mit einem immer stärker werdenden Wind und die bemerkenswert schlecht aufspielende Alemannia konnten daran nichts ändern. Vielmehr entwickelte der Aachener Anhang dadurch eine „Jetzt erst recht“-Einstellung. Einzig die Lautstärke wurde quasi vom Hügel weggepustet, was die eigentlich gute Leistung deutlich schmälerte. Denn der Gästeblock hatte einige starke Phasen, die das Potential hatten, die viel zu überpräsente Werbung eines Herstellers von mega beschissenen Küchen vom Dach der Tribünenkonstruktion zu blasen. (Warum haben bei diesen aufgeblähten Niemandslandvereinen eigentlich immer Küchenhersteller ihre Finger im Spiel? Riecht nach nem Fall für Günter Wallraff!)

Aufgrund der starken Belastung in den letzten Wochen und dem wichtigen Spiel am Mittwoch ließ Fuat Kilic ordentlich rotieren. Die so in die Startaufstellung gespülten Jungs nutzten ihre Chance zu keinem Zeitpunkt und zeigten über die 90 Minuten eine äußerst lustlose Vorstellung. Jedes weitere Wort über das Geschehen auf dem Rasen wäre jetzt dementsprechend Zeitverschwendung. Dass unsere Mannschaft damit dazu beigetragen haben könnte, dass wir uns dieses Dorf nächstes Jahr wieder geben dürfen, bildet einen weiteren Wermutstropfen.

Nächsten Mittwoch geht es wie bereits erwähnt zum Pokalspiel nach Düren, wo wir erneut um die Chance spielen, in den DFB-Pokal einzuziehen. Dort sehen wir dann hoffentlich wieder ein ganz anderes Gesicht unserer Alemannia!

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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