31. Spieltag: Alemannia Aachen – Viktoria Köln

Nachdem wir den erhofften Aufstieg nach der Niederlage gegen Schalke II fast abgeschrieben hatten, änderte die Niederlage der Gladbacher gegen Rödinghausen wieder alles und das elende Hin und Her zwischen „Vielleicht geht ja doch noch was“ und „Ne das war es jetzt aber wirklich“ ging in die nächste Runde. Und so kamen gegen den dritten Aufstiegsaspiranten Viktoria Köln wieder mal stolze 11.800 Zuschauer auf den Tivoli und zeigten, dass die Hoffnung auf den ersehnten Aufstieg weiterhin lebte. Leider fand das Ganze aber erneut zu einem eher fanunfreundlichen Zeitpunkt statt, weil der Verein durch Flutlichtspiele möglichst viele Zuschauer ins Stadion locken möchte. Für die aktive Fanszene bedeutet dies aber leider, dass wir früher von Schule, Arbeit, Uni etc abhauen müssen, da für uns so ein Spieltag eben nicht 5 Minuten vor Anpfiff beginnt und Nichterscheinen natürlich keine Option ist. Dies haben wir bereits auch so dem Verein mitgeteilt.

Hinsichtlich der Stimmung bräuchte man an dieser Stelle eigentlich nur auf die Berichte vergangener Heimspiele hinzuweisen, denn es war so wie bei den meisten Heimspielen der Rückrunde: Viel zu viele Leute, die im sogenannten Stimmungsblock nichts zu suchen haben, eine dementsprechende miese Mitmachqoute und eine Lautstärke, die für diese Tribüne mit diesem Potential viel zu wenig, für die geringe Mitmachqoute aber doch ganz ordentlich war. Mit unserem Bereich konnten wir auch wieder mal ganz zufrieden sein und wenigstens der optische Support wusste auch auf einer breiteren Fläche zu überzeugen. So ist es recht erfreulich, dass neben unseren auch andere Fahnen, wenigstens über weite Strecken des Spiels, eingesetzt werden. Das sah vor unserem ersten Spiel als offizielle Gruppe noch ganz anders aus.

Negativ ist auch weiterhin das ständige, gegenseitige übersingen von laufenden Liedern. Zwar breiten sich schon erfreulich viele Lieder vom Stimmungsblock über die gesamte Tribüne aus und es wird auch umgekehrt viel übernommen, aber gerade lange laufende Lieder werden noch zu häufig übersungen, anstatt einfach erneut einzusteigen. Hier müssen wir uns allerdings auch an die eigene Nase packen, denn die Lautstärke lässt im Stimmungsblock, wie gesagt, meist zu wünschen übrig und so lässt sich natürlich auch nur schwerlich die gesamte Tribüne motivieren.

Im Gästeblock sammelten sich ca. 80 Kölner, die zwar kaum zu hören waren aber man konnte doch einiges an Bewegung im Block vernehmen.

Das Spiel verlief leider wie so häufig in dieser Saison. Die gut herausgespielten Chancen wurden nicht genutzt und in der Defensive war man im entscheidenden Moment einen Schritt zu weit vom Gegner entfernt. Mit dieser Niederlage kann der Traum von Aufstieg nun wohl endgültig begraben werden. Dennoch muss die Devise sein, in den letzten drei Spielen noch einmal auf dem Platz und auf den Rängen alles zu geben und die Saison mit einem guten Ergebnis zu beenden. Das erste dieser letzten drei Spiele führt uns nächste Woche nach Rödinghausen, das weiteste Auswärstspiel dieser Saison.

Nach dem Spiel wurden dann noch ein paar von uns Zeugen davon, wie wichtig polizeiliche Maßnahmen beim Fußball sind. So wurden ca. 5 besoffene Rentner aus Köln von mindestens doppelt so vielen Beamten in einem Linienbus zum Bahnhof begleitet, wobei der Linienbus wiederum von 7 Polizeibullis eskortiert wurde. Ein Glück, dass für solche Maßnahmen genügend Steuergelder bereitstehen, niemand könnte sagen, ob unsere schöne Stadt sonst noch stehen würde.

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