28. Spieltag: FC Kray – Alemannia Aachen

Anlässlich des Spiels im Essener Uhlenkrug-Stadion gegen den FC Kray stellte die Deutsche Bahn auf Anfrage des Vereins einen Entlasttungszug für die Aachener Fanszene bereit. Diese Möglichkeit der Anreise nutzten alle aktiven Gruppen und zahlreiche weitere Aachener, sodass sich insgesamt gut 250 Alemannen gemeinsam auf den Weg Richtung Essen machten.

Am Zielbahnhof angekommen, verzögerte die Essener Baukunst unseren Fußmarsch etwas, da aus Angst vor einem Einsturz immer nur ein Teil von uns die baufällige Bahnhofsbrücke überqueren durfte. Anschließend sammelten wir uns auf einer nicht minder instabil wirkenden Brücke und gedachten einem jungen Mitglied der Aachener Szene, das leider momentan in unserer Mitte fehlt. Kämpfen Julian!

Den restlichen Weg kämpften wir uns durchs Unterholz und wurden dabei exzellent von unseren Freunden und Helfern vor den zahlreichen Monstern, die in so einem Wald hausen, beschützt. Und so erreichten wir den Uhlenkrug unbeschadet und rechtzeitig.

Die Stimmung darf höchstens als dürftig bezeichnet werden. Der Ansatz war zwar in Ordnung und es konnte hier und da auch eine gute Lautstärke erreicht werden, doch insgesamt war es einfach viel zu wenig. Die beiden Trommeln waren selten im Takt, sodass die Lieder häufig unterbrochen werden mussten, wodurch eine durchgehende gute Lautstärke selten möglich war. Wir als Gruppe erwischten zudem einen sehr gebrauchten Tag. Bewegung und Lautstärke entsprachen nicht wirklich unseren eigenen, zugegeben sehr hohen, Ansprüchen und so lieferten wir wohl eine der schlechtesten Leistungen als Gruppe ab. Hinzu kam ein kräftiger Wind mit sehr starken Böen, der einen optischen Support nahezu unmöglich machte. Der Höhepunkt des ganzen wurde dann durch den späten Führungstreffer von Kray erreicht, als der ganze Block dann kollektiv schwieg, anstatt der Mannschaft wenigstens noch zu einem Punkt zu verhelfen. Aber das hatten wir ja schon in Bonn gesehen. Und so wurde die schweigende Mehrheit zum ersten Mal richtig aktiv, als es um das Beleidigen der Mannschaft ging.

Durch unser Schweigen in der Schlussphase konnte sich zu allem Überfluss dann auch noch der Anhang von Kray Gehör verschaffen, was auf unserer Seite zu doppeltem Erstaunen führte. Zum einen hat den einen oder anderen wohl überrascht, dass Kray überhaupt einen Anhang hat und zum andern, dass dieser so gut abgehen kann. Mit Trommel und snare drum legten sie mit der Melodie von Tornero, die durch Rapid Wien in Fußballkreisen Bekanntheit erlangte, in der Schlussphase einen Auftritt aufs Parkett, der dem einen oder anderen wohl ein kleines Schmunzeln abverlangte.

Das Spiel selber war auf unserer Seite eine Aneinanderreihung von Unzulänglichkeiten. Aus dem Spiel heraus ging, auch wegen der sehr defensiv agierenden Essener, fast gar nichts. Gefahr konnte nur durch Standards erzeugt werden und auch hier spürte man früh, dass der Ball einfach nicht ins Tor wollte. Und so kam es dann wie es kommen musste und Kray erzielte kurz vor Schluss das Tor des Tages und wir standen das erste Mal nach 20 ungeschlagenen Spielen wieder ganz ohne Punkte dar. Das bedeutete einen herben Dämpfer und lässt den möglichen Aufstieg, den wir nun aus eigener Kraft nicht mehr erreichen können, erstmal wieder in weite Ferne rücken. Wir hatten schon mal schönere Spieltage.

Hoffen wir, dass der nächste einer davon ist und wir durch einen Sieg gegen Gladbach II wenigstens den Druck auf die Böckelzwerge aufrechterhalten können.

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