28. Spieltag: Borussia Mönchengladbach II – Alemannia Aachen 3:1

Sonntag, 02.04.2023 14:00 Uhr – Grenzlandstadion
Zuschauer: 1.124; Gäste: ca. 700

Nach der durch Länderspiele bedingten Zwangspause am letzten Wochenende sollte es diesen Sonntag erneut auswärts weitergehen. So reisten wir zusammen mit dem Rest der Szene zum zweiten Mal in Folge via Zug an. Dem wiederholten Aufruf folgten auch diesmal wieder einige Aachener.

Im Vorfeld der Partie wurde den Gästefans untersagt, den Sitzplatzbereich des Stadions zu nutzen, obwohl dies jahrelang problemlos funktioniert hatte. Da mit solch einem Verbot nicht zu rechnen war, standen wir schon mitten in den Vorbereitungen einer Choreo, zugeschnitten auf eben jenen Sitzblock. Sehr ärgerlich und unverhältnismäßig, wenn man sich die an diesem Tag hingelegte Inkompetenz der Polizei MG vor Augen hält. Die polizeiliche Begründung für dieses Verbot waren Sicherheitsbedenken. 

Wir kommentierten dieses Verbot per Spruchband: „Viele Jahre gut geklappt, jetzt den Sitzer zugemacht. Sicherheitswahn stoppen!“ und zeigten passend dazu unser ACAB-Banner. Die Karlsbande hing neben dem Block über die vollen 90 Minuten ein: „Nein zu Wettbewerbsverzerrung! Eigene Liga für Zweitvertretungen!“ Banner auf und zeigte eine Tapete bezüglich der neuesten Geschehnisse rund um die DFL: „Kartellamt: DFL-Antrag ablehnen! Gegen Investoren in der DFL! Fußball gehört den Fans!“.

Der Gästeblock startete durchwachsen in die Partie und konnte trotz guter Liedauswahl zu Beginn nur eine passable Lautstärke erreichen. Gegen Ende der ersten Halbzeit verbesserte es sich, konnte aber sicherlich nicht unserem Anspruch gerecht werden. Auch nach dem Wiederanpfiff schafften wir es nicht, den kompletten Gästeblock mitzureißen und es konnte nur phasenweise eine gute Lautstärke erzielt werden. Sicherlich nicht unser schlechtester Auftritt diese Saison, aber mit eindeutig zu viel Luft nach oben. Alleine optisch wurde mit mehreren großen Schwenkern, garniert mit ein paar Doppelhaltern, ein sehr stimmiges Gesamtbild erzeugt.

Spielerisch konnte unsere Mannschaft in der ersten Halbzeit gegen die Zweitvertretung gut mithalten und sogar in Führung gehen, fing sich jedoch schnell den Ausgleich. Nach Seitenwechsel kam es für 20 Minuten zum Totalausfall und man fing sich zwei unnötige Buden. Danach kamen die Schwarz-Gelben zwar wieder etwas ins Spiel, blieben aber allgemein zu harmlos, um den 3:1 Rückstand noch zu ändern.

Gegen Ende des Spiels versuchten einzelne Aachener ein Feuer auf den WCs zu entzünden, wie es schon bereits in Ahlen probiert wurde. Sicherlich weder sinnvoll noch vernünftig oder cool. Deswegen hier auch nochmal der klare Appell, so etwas zu unterlassen oder zu unterbinden, sofern ihr es mitbekommt. 

Nach dem Spiel ging es in Polizeibegleitung mit Shuttlebussen zurück zum Rheydter Bahnhof. Hierbei führte uns die Polizei direkt an der örtlichen Gladbacher Fan-Kneipe vorbei, in der ein paar Szene-Leute verweilten, die wohl für das gleichzeitig stattfindende Derby in Köln Stadtverbot erhalten hatten. So eine Aktion der Cops führt natürlich ihre vorherigen Verbote aufgrund von Sicherheitsbedenken ad absurdum. Passiert ist bis auf die Entglasung einer Busscheibe und einigen Pfefferwolken wenig, trotzdem eine ganz nette Verabschiedung vom Niederrhein. Danach ging es ohne weitere Vorkommnisse zurück in die Kaiserstadt. 

Nächste Woche geht es Zuhause gegen den SV Straelen. Hier gilt es sowohl auf als auch neben dem Platz die Lethargie abzuschütteln, um auch im Kampf um die goldene Ananas Stadt und Verein weiter gebührend zu repräsentieren.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

 

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