20. Spieltag: Alemannia Aachen – Rot-Weiß Oberhausen 1:0

Samstag, 10.12.2016 14:00 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 4.800; Gäste: ca. 300

Das Ende des Fußballjahres 2016 mit der Partie gegen die Gäste aus dem Pott stand für die aktive Aachener Fanszene erneut im Zeichen des Fahnenverbots. Bis auf eine fragwürdige Stellungnahme der verschiedenen Organe hatte sich bislang bei diesem Thema nicht viel getan und so setzten sich die aktiven Fanclubs eben mal wieder zusammen und planten die weitere Marschroute. Für das letzte Spiel des Jahres war angedacht, in der ersten Halbzeit auf jegliches Tifomaterial zu verzichten und unsere Mannschaft lediglich akustisch zu unterstützen. Die Unterstützung sollte allerdings nur die ersten 35 Minuten andauern, danach sollten sich alle gemeinsam nach oben unter das Dach begeben und schweigen. Erst in der zweiten Halbzeit sollte dann der Support in seiner gewohnten Art samt Fahnen und Schals erfolgen. Und, so viel darf schon mal vorweggenommen werden, wie auch bei den letzten Aktionen wurde der Plan mal wieder sehr geschlossen umgesetzt.

Die Stimmung in den ersten 35 Minuten war zwar nicht besonders gut, doch bei der ungewohnten Bedingung, ganz ohne unser gewohntes Tifomaterial auskommen zu müssen, war es wohl mehr als wir erwarten konnten. Zumal die Liedauswahl diesmal von Beginn an passte und auch die Mitmachqoute schon mal schlechter war.

Das anschließende geschlossene Treppensteigen schien angesichts vieler verdutzter Gesichter seine Wirkung nicht zu verfehlen und brachte sogar ein paar Leute dazu, auf uns zuzugehen und uns nach dem Grund zu befragen, was wir immer sehr begrüßen und allen Fragen gerne Rede und Antwort stehen. In der Halbzeitpause bereiteten wir uns dann auf den gewohnten Support unserer Mannschaft vor, was allerdings länger dauerte als gedacht, sodass wir den besagten Support nicht ganz zum Wiederanpfiff aufnehmen konnten.

In der zweiten Halbzeit fand supporttechnisch nicht die Steigerung statt, die man jetzt hätte erwarten können. Bei den melodischen Liedern war die Stimmung zwar recht ordentlich, aber dazwischen hingen Teile des Stimmungsblocks unverständlicherweise völlig lethargisch in den sprichwörtlichen Seilen. Mitmachqoute und Lautstärke schwankten dementsprechend deutlich während der zweiten Halbzeit. Erst die letzten 10 Minuten, als wieder einmal die gesamte Tribüne, als wäre sie kurzerhand ausgetauscht worden, das übliche melodische Lied in Dauerschleife gen Spielfeld schmetterte, waren ordentlich. Zum Fahneneinsatz brauchen wir hier eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren, der ist seit einiger Zeit ausnahmslos bei jedem Spiel konstant stark.

Mit Oberhausen war definitiv eine der stärkeren Mannschaften dieser Liga zum Tivoli gereist, zumal sie gerade erst gegen den SC Verl einen 7:1 Kantersieg einfahren konnten. Unsere Jungs versteckten sich aber zu keinem Zeitpunkt und erzielten in der 33. Minute den nicht unverdienten Führungstreffer, der eigentlich schon bereits in der 32. in Folge einer Monsterchance hätte fallen müssen. Nach der Halbzeit versuchte Oberhausen seinerseits das Tor zu erzielen, doch unsere Abwehr stand recht solide an diesem Tag und so konnte die Alemannia diesen wichtigen Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten letztlich verdient einfahren.

Die etwa 300 Oberhausener rund um Semper Fidelis traten die Reise in unsere Kaiserstadt geschlossen in Nikolaus-Kostümen an. Und fast so viel Tradition wie der Nikolaus hat unsere Überraschung, wie stark die Oberhausener in unserem Stadion auftreten. Diesmal setzten sie allerdings noch einen drauf. Sie begannen das Spiel mit einer gelungen Choreo, bestehend aus einer Blockfahne und mehreren Schwenkern, auch wenn die linke Seite etwas ihren Einsatz verpasste. Die Schwenker blieben über die gesamte Spielzeit im Einsatz und auch gesanglich schien die Mitmachqoute auf einem hohen Niveau. Die Lautstärke in unseren 10 Schweigeminuten war angesichts der Anzahl recht ordentlich, in der restlichen Spielzeit war eine Beurteilung aber nur schwer möglich. Mit dem geschlossenen Auftreten hinter der Semper Fidelis Fahne hatten sie uns ja schon in den letzten Jahren beeindruckt und so war es insgesamt ein sehr ordentlicher Auftritt.

Das Spiel ließen wir als Gruppe noch mit unserer jährlichen Weihnachtsfeier ausklingen, mit der wir eine unerträglich lange fußballlose Zeit einläuteten. Erst Mitte Februar 2017 geht es mit der Auswärtspartie gegen das Fußballschwergewicht aus Sprockhövel in Hagen weiter.

        

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