19. Spieltag: SG Wattenscheid 09 – Alemannia Aachen 3:1

Sonntag, 04.12.2016 14:00 Uhr – Lohrheidestadion
Zuschauer: 973; Gäste: ca.400

Das Fußballjahr 2016 neigt sich dem Ende zu und die Winterpause rückt immer näher. So war es am vergangenen Sonntag Zeit für den letzten Kick auf fremden Rasen, bevor der Ligabetrieb rund 2 Monate lang ruht. An einem sonnigen Tag machten sich rund 400 Öcher auf nach Wattenscheid um die Alemannia zu unterstützen. Unsere Gruppe trat die ereignislose Fahrt mit dem Bus an.

Am Stadion angekommen erwartete uns ein ungewöhnlich großes Polizeiaufgebot und eine regelrechte Festung, die den Gästeblock umgab. Warum so viele Bullen, die sogar von einer Reiterstaffel Unterstützung bekamen, für so ein stinknormales Regionalligaspiel gebraucht werden, wussten die Jungs, als wir nachgefragt haben, lustigerweise selber nicht. Die beschwerten sich nur über das unnötige Fahnenverbot und den daraus resultierenden Mehraufwand.

Das Fahnenverbot war natürlich auch bei den Einlasskontrollen wieder Thema, in Wattenscheid hatten wir das erste Mal das Gefühl, dass die Ordner wohl ernsthaft Interesse an dessen Umsetzung hatten, natürlich ohne Erfolg. Im Block angekommen konnte man nämlich mit dem gleichen Fahnenrepertoire wie bei jedem sonstigen Spiel den Gästeblock schmücken. Zaunfahnen, Schwenkfahnen, Doppelhalter und alles was sonst noch dazugehört, fanden (mal wieder) auf magische Weise den Weg in den Block. Trotzdem stellt sich natürlich nach wie vor die Frage, warum sich Vereine, wie in diesem Falle Wattenscheid, überhaupt die Mühe machen, bei dem Blödsinn unseres lieben Timos mitzuwirken. Vor Ort erfuhr einer unserer Führungsleute immerhin einige Details des Fahnendeals und konnte seinerseits das Ganze durch ein paar Diskussion zu mindestens abschwächen.  

Unsere Mannschaft startete stark in die Partie und konnte schon nach einer Viertelstunde in Führung gehen. Danach wurden wichtige Möglichkeiten auf den Ausbau der Führung nicht genutzt . Wattenscheid nutzte die Chance zum Ausgleich in der 30.Minute, als sie vor unserem Tor einen Freistoß zugesprochen bekamen, welcher ohne jegliche Gegenwehr verwandelt werden konnte. Nach rund 40 Minuten Spielzeit war es der gleiche Wattenscheider Spieler, welcher aus derselben Position, wieder ohne Gegenwehr, einen weiteren Freistoß verwandeln konnte. Dass man zweimal quasi das gleiche Gegentor kassiert ist natürlich völlig unnötig und darf nicht passieren. In der zweiten Halbzeit hatten unsere Jungs zwar wieder mehr Spielanteil und drückten auf den Ausgleich, wurden dann aber ausgekontert und gingen mit 3:1 in Rückstand. Mit 3:1 endete auch die Partie, in der sicherlich mehr für die Alemannia drin gewesen wäre.

Die Aachener Ultraszene hat sich auch dieses Mal wieder dazu entschieden, von der Sitzplatztribüne aus die Mannschaft zu unterstützen. Dort startete man mit einer enormen Lautstärke und einem sehr guten Fahneneinsatz in das Spiel. Die gute Liedauswahl und -länge, sowie die Führung wussten zusätzlich zu beflügeln. So konnte die Aachener Anhängerschaft die gesamte erste Spielhälfte durchgehend auf einem hohen Niveau supporten. Auch in der zweiten Halbzeit war der Support stark, Bewegung, Fahneneinsatz und Mitmachquote waren nach wie vor auf einem guten Niveau. Später ließ die Lautstärke dem Spielstand entsprechend nach, aber insgesamt kann man von einem sehr guten Auftritt sprechen.

Im Heimbereich gaben etwa 20 Personen recht isoliert ihr bestes, akustisch kam bei uns aber nichts an. Auch Schwenkfahnen waren leider eher Mangelware und wurden erst gegen Ende des Spiels verwendet. Zum Einlaufen der Mannschaften zeigte die Szene Wat ein treffendes Spruchband gegen das kollektive Fahnenverbot: “Fußball ohne Fahnen ist wie Bier ohne Alk – knallt nicht” und solidarisierte sich so mit der Aachener Fanszene.

Nächste Woche kommt mit Oberhausen der letzte Gegner im Jahre 2016 an den Tivoli. Durchaus ein Anlass mal wieder ein paar mehr Alemannen im Stadion zu begrüßen.

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