13. Spieltag: Alemannia Aachen – FC Wegberg-Beeck 3:1

Freitag, 16.10.2015 19:00 Uhr – Tivoli

Trotz Pokalaus,  fünf sieglosen Ligaspielen, dem sportlich wohl unattraktivsten Gegner der Liga und dem typischen Aachener Sauwetter, kamen dieses Mal rund 7500 Zuschauer zum Tivoli. Ob dies an der ganz akzeptablen Leistung im Pokalspiel gegen Fortuna Köln lag, oder der Tatsache geschuldet ist, dass es gegen keine Mannschaft so leicht ist zu gewinnen, wie gegen den FC Wegberg-Beeck, wird sich wohl erst in den nächsten Spielen zeigen. Die Vereinsführung stellte im Vorfeld mal wieder ihre Unkenntnis über die Aachener Fangemeinde zur Schau und bewarb das Spiel vollmundig als Derby. Aber da man mit diesen Ankündigungen das Produkt Alemannia Aachen wohl besser vermarkten kann, muss auch ein Dorfverein aus dem Gladbacher Umland als Derby herhalten. Dass aus der Aachener Fanszene niemand dieses Spiel nur ansatzweise als Derby bezeichnen würde, interessiert da natürlich nicht.

Die Mannschaft zeigte eine durchschnittliche Leistung, mit der es gegen eine ambitioniertere Mannschaft wohl eng geworden wäre, welche hier jedoch zu einem verdienten 3:1 reichte. Hin und wieder zeigte die Mannschaft, dass sie zumindest teilweise Fußball spielen kann. Das erste und das dritte Tor waren schön rausgespielt und einen direkt verwandelten Freistoß zum zwischenzeitlichen 2:0 hat man schon länger nicht gesehen. Dennoch wurden wieder einige hochkarätige Chancen fast schon dilettantisch vergeben und was bis zum 2:0 passierte, hatte mit ordentlichem Fußball nicht wirklich etwas zu tun. Aber nach den Ergebnissen der letzten Wochen muss man damit fast schon zufrieden sein. Ob bei der Mannschaft jetzt der vielmals angesprochene Knoten geplatzt ist, wird sich zeigen.

Die Stimmung war von der Liedauswahl und vom Fahneneinsatz zwar recht gut und die Abstimmung mit dem Rest der Süd klappte auch gut, aber die Mitmachquote im Stimmungsblock und dem Rest der Tribüne war teilweise schon erschreckend schwach. Dementsprechend schwankte die Lautstärke während des Spiels mehrfach hin und her.

Nach dem Spiel verbrachten wir noch einige gemütliche Stunden bei selbstzubereiteter Speis und Trank.

Nächsten Samstag steht nicht etwa das Heimspiel gegen Essen an, wie man bei einem Blick auf die sozialen Netzwerke meinen könnte, sondern das Auswärtsspiel in Velbert. Wer jetzt schon zahlreiche Hasstiraden gegen die Jungs aus dem Ruhrpott herausposaunt oder Bilder von Eintrittskarten für das Spiel postet, sollte sich noch einmal das Auswärtsspiel am Samstag ins Gedächtnis rufen. Wer sich mit Sprüchen wie: „Alles für Aachen“ brüstet, sollte auch alles für Aachen geben.

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