4. Spieltag: Alemannia Aachen – SC Wiedenbrück 2:2

Freitag, 17.08.2018 19:30 Uhr – Tivoli
Zuschauer: 4800; Gäste: ca. 20

Nach drei Niederlagen in Folge, musste beim zweiten Heimspiel der Saison gegen den SC Wiedenbrück endlich etwas Zählbares her. Abseits der sportlichen Situation beschäftigten wir uns im Vorfeld der Partie aber auch mit einem anderen Krisenherd – dem in Aachen allseits beliebtem Thema Pyrotechnik und den daraus resultierenden Sanktionen des Vereins.

Per Flyer machten wir vor dem Spiel unseren Standpunkt zu dem Thema klar. Ziel der Aktion war es aber nicht, den Alemannen unsere Meinung aufzudrücken, sondern einen anderen Blickwinkel auf die Thematik zu werfen.
Der Flyer wurde auch überwiegend positiv angenommen und man konnte viele interessierte Leser erreichen. Wie die Reaktionen der Leute nach dem Lesen ausfallen, werden aber erst die nächsten Wochen zeigen. Den Flyer gibt es hier noch einmal zu lesen.
Ein weiterer Dorn im Auge vieler Alemannen stellt der Wunsch der Vereinsführung dar, möglichst alle Heimspiele auf einen Freitag zu legen. Da für uns der Spieltag aus mehr besteht als aus 90 Minuten Fußball, hing vor dem Anpfiff unser Spruchband aus dem ersten Saisonspiel vorne am Zaun: „Fußball ist Samstags!“
Während der Partie gab es noch zwei weitere Spruchbänder im Stimmungsblock. Zum einen eins der Karlsbande mit solidarischen Grüßen an die Koempels von Roda Kerkrade. Sowie ein Spruchband für ein Mitglied der sportlichen Fraktion, dessen Stadionverbot ausgelaufen ist.

Die schlechten Ergebnisse der ersten Saisonspiele hatten ihre zu erwartende Auswirkung auf die Zuschauerzahl. Die anwesenden 4800 Zuschauer machten aber auch eher selten richtig Alarm auf der Tribüne. Zwar stimmten die Faktoren wie Liedauswahl und auch optisch gab der Stimmungsblock das gewohnte Bild ab, aber richtig Laut wurde es bis auf ein paar wenige Ausnahmen nicht. Die teilweise sehr schlechte Mitmachquote kann hierfür wohl, neben der generell schon niedrigen Zuschauerzahl, als der Hauptgrund festgemacht werden.
Trotz des insgesamt schwachen Auftritts können wir aber auch eine positive Entwicklung feststellen. Immer mehr Alemannen realisieren endlich, dass es der Mannschaft nicht hilft, wenn aus Frust über den Rückstand geschwiegen wird. Stattdessen muss dann erst recht das Maul aufgemacht werden. Zwar bedarf es für diese Erkenntnis immer wieder Ansprachen der Vorsänger, aber der Trend geht zumindest hier in die richtige Richtung.

Die Mannschaft startete solide in die Partie und konnte das Spielgeschehen in den ersten 30 Minuten kontrollieren, allerdings ohne sich wirklich zwingende Torchancen zu erspielen. So brauchte es einen Strafstoß um das erste Tor des Spiels zu erzielen. Wer jetzt gehofft hatte, dass die Alemannia mit der Führung im Rücken endlich mal richtig aufdrehen würde, der wurde bitter enttäuscht. Nur wenige Minuten nach der Führung war es wieder einmal eine Standardsituation, die zum Gegentreffer führte. Danach passierte das, was in den letzten Spielen schon so oft passierte, die Alemannia stellte das Fußballspielen überwiegend ein. So war es noch nicht einmal unverdient, dass die Gäste aus Wiedenbrück das Spiel drehten.

Gerade in der zweiten Halbzeit offenbarte die Mannschaft erneut einige eklatante Schwächen. Der Kampfgeist gehört aber definitiv nicht zu den Schwächen der Mannschaft, zu jedem Zeitpunkt war der Wille erkennbar, sodass der Ausgleich in der Nachspielzeit sicherlich glücklich, aber durch den Einsatz auch ein Stück verdient war.

Dennoch ist das Unentschieden unterm Strich eigentlich zu wenig. Aber in Anbetracht der beinahe schon feststehenden Niederlage kann man zumindest etwas Positives aus diesem Spiel mitnehmen.

Im nächsten Spiel in Düsseldorf muss dann aber zwingend der erste Saisonsieg her.

Die Bilder des Spieltags sind hier zu finden.

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